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Türkei kapituliert im Döner-Streit - 18.500 Läden atmen auf

Der jahrelange Döner-Streit zwischen Deutschland und der Türkei ist beendet. Nach über drei Jahren zog die Türkei ihren umstrittenen Antrag bei der EU zurück, der beliebte deutsche Döner-Varianten hätte verbieten können.

Der türkische Internationale Dönerverband Udofed hatte vor dreieinhalb Jahren bei der EU beantragt, Döner als "garantiert traditionelle Spezialität" einzutragen. Die strengen türkischen Rezepturen hätten bedeutet, dass Kalbsdöner, Gemüsedöner und viele andere Zutaten und Soßen nicht mehr verkauft werden dürften.

«Der Antrag auf Registrierung von ,Döner' als garantiert traditionelle Spezialität wurde am 23. September 2025 zurückgezogen. Dies bedeutet automatisch, dass das Registrierungsverfahren eingestellt wird», erklärt eine Pressesprecherin für Landwirtschaft der Europäischen Kommission.

Deutschland wehrte sich erfolgreich

Deutschland hatte energisch Widerspruch gegen den türkischen Antrag eingelegt. Sogar der damalige Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) setzte sich vor zwei Jahren öffentlich für die deutschen Döner-Varianten ein.

Ein EU-Konsultationsverfahren brachte keine Einigung und endete im März. Das Verfahren lag seitdem zur Entscheidung bei der EU-Kommission - die Erfolgsaussichten für die Türkei galten zuletzt als praktisch null.

Massive Auswirkungen verhindert

Für die etwa 18.500 Döner-Imbisse in Deutschland stand viel auf dem Spiel. 80 bis 90 Prozent der deutschen Dönerläden hätten ihr Produkt nicht mehr Döner nennen dürfen, wenn der Antrag durchgegangen wäre.

Die türkischen Vorgaben hätten das Angebot radikal eingeschränkt - sogar spezielle Dönermesser und exakte Zutaten wären vorgeschrieben worden. Nach den türkischen Regeln hätte Döner nur aus Fleisch von 16 Monate alten Rindern oder sechs Monate alten Schafen bestehen dürfen.

Erdogan Koc, Sprecher des Verbands der Dönerproduzenten Deutschlands, zeigt sich erleichtert: «Wir freuen uns, dass die Döner-Vielfalt in Deutschland erhalten bleibt und noch größer werden kann.» Quelle: ntv






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