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KB5079391: Windows fügt ein paar kleine neue Funktionen ein

Microsoft hat ein neues Update für Windows 11 veröffentlicht. Es heißt KB5079391, es ist seit Kurzem über Windows Update verfügbar, und es wird mit ziemlicher Sicherheit das langweiligste Ding sein, über das diese Woche jemand schreibt. Das ist keine Behauptung. Das ist einfach, wie Sicherheitsupdates funktionieren. Sie kommen, sie gehen, sie tragen Namen wie Aktenzeichen aus einer Behörde, die niemand besuchen möchte und meistens merkt man sie erst, wenn etwas ohne sie nicht mehr funktioniert. Trotzdem lohnt es sich, kurz hinzuschauen. Nicht weil KB5079391 die Welt verändert. Sondern weil es zeigt, wie Microsoft gerade mit Windows 11 umgeht und das ist nach den großen Ankündigungen der letzten Wochen eine interessante Frage. Microsoft führt neue Funktionen für Windows 11 ein Was drin ist, klingt überschaubar. Menüs sollen schneller reagieren, Fenster und Dialoge übersichtlicher werden, 1000hz wird jetzt unterstützt, bestimmte Fehler wurden behoben, die dazu geführt haben, dass Progr...
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Zeitumstellung: Die Uhr wird wieder zurückgestellt.

Am Sonntag ist es wieder so weit: Die Uhren werden auf die Sommerzeit umgestellt. Für viele Menschen ist das jedes Jahr aufs Neue ein eher ungeliebtes Ritual. In der Nacht werden die Zeiger eine Stunde vorgestellt, wodurch uns eine Stunde Schlaf verloren geht. 02:00 >  03:00 Auch wenn es nach wenig klingt. Es ist es auch, auf dem Papier. Und trotzdem beschreiben jedes Jahr Millionen Menschen dasselbe Gefühl, diese leichte Benommenheit in den ersten Tagen, das Gefühl, nie ganz wach zu werden, der Griff zur zweiten Tasse Kaffee, obwohl man eigentlich keinen mehr wollte. Manche brauchen einen Tag. Andere eine Woche. Kinder und ältere Menschen oft länger.  Morgen wird wieder an der Uhr gedreht. Das Europaparlament hat die Abschaffung 2019 beschlossen. Seitdem: nichts. Die Mitgliedsstaaten konnten sich nicht einigen, welche Zeit dauerhaft gelten soll, Sommer oder Winter, und ob Nachbarländer nicht besser dieselbe wählen sollten, damit der Zug nach Paris auch weiterhin pünktlic...

Von zwölf auf drei Sonderfahrten: Das steckt hinter der Reform

Wer in Deutschland einen Führerschein machen will, zahlt dafür im Schnitt 3.400 Euro. In manchen Regionen bis zu 4.500. Das ist kein Luxusprodukt, das ist eine Grundvoraussetzung für Mobilität: Für Millionen Menschen, die auf dem Land leben, die pendeln müssen, die ohne Auto schlicht keinen Job erreichen. Und es wird teurer. Jedes Jahr ein bisschen mehr, fast unbemerkt, bis es irgendwann so weit ist, dass Fahrschulen Rückgänge von bis zu 58 Prozent bei Neuanmeldungen melden. Nicht weil die Leute keinen Führerschein wollen. Sondern weil sie auf bessere Bedingungen warten. Das ist die Ausgangslage. Und sie ist tatsächlich unhaltbar. Die Bundesregierung hat reagiert. Ab 2027 sollen die verpflichtenden Sonderfahrten von zwölf auf drei reduziert werden: Eine Überlandfahrt, eine Autobahn, eine Nacht. Was darüber hinausgeht, liegt im Ermessen der Fahrschule, abhängig vom Können des jeweiligen Fahrschülers. Der TheorieFragenkatalog wird um rund 30 Prozent verschlankt, Unterricht darf künftig...

Samsung und die Kunst der kleinen Schritte: Samsung stellt neue Galaxy A-Serie vor

Zweimal im Jahr passiert dasselbe. Samsung schickt Pressemitteilungen raus, irgendwo steht „neu" und „verbessert" und „jetzt mit KI", und am Ende kaufen Millionen Menschen ein Telefon, über das sie in drei Jahren nicht mehr nachdenken werden. Das ist kein Vorwurf. Das ist die Mittelklasse. Und Samsung versteht sie besser als fast jeder andere. Die neuen Modelle heißen Galaxy A37 und A57, starten im April in Deutschland und kosten 429 beziehungsweise 529 Euro. Beide setzen auf 6,7-Zoll Super AMOLED-Displays mit 120 Hz und einer Helligkeit von 1.900 Nits: Das ist ein echter Sprung. Wer schon mal im Sommer draußen auf sein Smartphone geschaut hat und nichts gesehen hat als sein eigenes Spiegelbild, weiß wofür diese Zahl steht. IP68 ist jetzt bei beiden dabei. Wasserschutz, Staubschutz. War früher der Mittelklasse oft verweigert, jetzt Standard. Gut so. Samsung stellt neue Galaxy A-Serie vor Wo sich die beiden unterscheiden, ist weniger dramatisch als Samsung es klingen l...

Epic Games entlässt 1.000 Mitarbeiter. Und ein Spiel, das zu viel tragen musste.

Tim Sweeney ist kein Mann, der gerne Schwäche zeigt. Der Gründer und CEO von Epic Games hat jahrelang Kriege gegen Apple und Google geführt, hat Milliarden in den App-Store-Streit gesteckt, hat Fortnite als kulturelles Phänomen und Unreal Engine als Infrastruktur der gesamten Spielebranche positioniert. Er war immer der, der angreift. Jetzt entlässt er 1.000 Menschen. Und sagt öffentlich, dass Epic deutlich mehr ausgibt als es einnimmt. Fortnite war lange Epic's Fundament Fortnite war jahrelang das Fundament, auf dem alles andere stand. Creator-Fonds, Engine-Entwicklung, interne Studios, Marketing; all das wurde mit dem Geld bezahlt, das Millionen Spieler für bunte Avatare also Skins und Tanzanimationen ausgaben. Das Modell funktionierte. Bis es nicht mehr funktionierte. Seit 2025 sinken Spielerzahlen und Spielzeiten spürbar. PlayStation-Spieler reduzierten ihre monatliche Fortnite-Zeit von 21 auf 16 Stunden, Xbox-Spieler von 19 auf 15. Das klingt nach wenig. Summiert man das üb...

Tanken in Kriegszeiten: Berlin beschließt "Tankpreisbremse"

Diesel kostet gerade 2,31 Euro pro Liter. Einen Cent unter dem bisherigen Allzeithoch. Wer vor ein paar Monaten noch getankt hat, ohne groß nachzudenken, denkt jetzt nach. 52 Cent teurer als zu Kriegsbeginn. Der Hintergrund ist bekannt. Die Straße von Hormus ist seit Beginn des Iran-Kriegs blockiert, eine der bedeutendsten Schifffahrtsrouten für Öltransporte weltweit. Rohöl der Sorte Nordsee-Brent ist seitdem um rund 57 Prozent gestiegen, inzwischen über 113 US-Dollar pro Barrel. Super E10 hat die Zwei-Euro Marke überschritten. Die Rechnung an der Zapfsäule macht das jeden Tag spürbar. Der Bundestag hat heute reagiert. Das sogenannte Kraftstoffmaßnahmenpaket der CDU/CSU-SPD-Koalition wurde verabschiedet: Erarbeitet von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche, die man zuletzt wegen der Solarförderungspläne in der Kritik kannte, und die damit innerhalb einer Woche zweimal in den Schlagzeilen steht. Siehe auch:   Vom Dach an die Börse: Plant Berlin das Ende der privaten Energiewende? W...

Neue Erkenntnisse: Irgendwo da draußen könnte jemand leben und er braucht dafür keine Sonne

Stellt euch kurz vor: Ihr seid ein Mond. Ihr umkreist einen Planeten, der selbst keinen Stern hat. Der einfach so durch die schwarze Leere trudelt, ohne Ziel, ohne Wärme, ohne Licht. Von außen betrachtet klingt das nach dem  ungemütlichsten   Ort im Universum. Dunkelheit, minus 200 Grad, wahrscheinlich schlimmer. ...Und trotzdem plätschert unter eurer Oberfläche ein Ozean. Man dachte lange:  Wer keinen Stern hat, hat keine Wärme. Kein Licht. Kein Leben. Das klingt nach Science-Fiction. Es ist Wissenschaft. Und sie kommt aus München. Zuerst kurz zur Erklärung, was ein freifliegender Planet überhaupt ist, weil das klingt, als hätte sich jemand das ausgedacht. Hat er nicht. In den frühen, chaotischen Phasen der Planetenbildung können junge Planeten durch gravitative Wechselwirkungen so stark gestört werden, dass sie aus ihrem Sonnensystem herausgeschleudert werden. Seitdem driften sie alleine durch die Galaxis, ohne Stern, ohne Heimat. Kosmische Obdachlose. Und sie sind n...

WWDC 2026: Apple lädt am 8. Juni ein und muss diesmal liefern

Jedes Jahr im Juni passiert dasselbe. Apple zieht den Vorhang auf, Tim Cook steht auf der Bühne im Apple Park, und irgendwo auf der Welt flippen Menschen aus, weil das iPad jetzt die Taschenrechner-App hat. Das ist kein Vorwurf. Das ist Tradition. Die WWDC 2026 findet vom 8. bis 12. Juni statt, wieder überwiegend online. Keynote am 8. Juni, danach die übliche Woche voller Sessions, die sich neunzig Prozent der Zuschauer nicht ansehen werden. Auf dem Programm: iOS 27, iPadOS 27, macOS 27, watchOS 27, visionOS 27, tvOS 27. Apple hatte, für die es noch nicht wissen, 2025 die Versionsnummern mit den Jahreszahlen synchronisiert und iOS 19 einfach übersprungen. Wer das Update auf sein iPhone will: Entwicklerbeta direkt nach der Keynote, öffentliche Beta ist erst im Juli, finale Version im September. Also Geduld. Aber das Datum ist nicht die eigentliche Geschichte. Die eigentliche Geschichte heißt Siri. Seit der Kooperation mit Google und der Gemini-Integration wird erwartet, dass Siri en...

Firefox 149 ist da: Kostenloses VPN und mehr

Wer Firefox in den letzten Jahren genutzt hat, kennt das Gefühl. Solider Browser, keine großen Ausrutscher, aber auch kein Grund, Chrome, Brave oder Edge ernsthaft infrage zu stellen. Firefox war der Browser, den man installiert hatte und irgendwie nie wirklich brauchte. Sozusagen das Backup. Der Ersatz für den Notfall. 149 könnte das ändern. Das sind die Neuigkeiten: Fangen wir mit dem Offensichtlichsten an. Split View ist da : Also zwei Webseiten nebeneinander, in einem einzigen Fenster, per Rechtsklick auf einen Tab. Klingt unspektakulär. Ist es für die meisten vielleicht auch. Aber wer schon mal zwei Artikel verglichen hat, einen Text abgetippt oder schlicht zwei Dinge gleichzeitig im Blick behalten musste, der weiß, wie viel Zeit man damit verbracht hat, Fenster hin- und herzuschieben und nie wirklich die richtige Größe zu treffen. Edge hat das schon länger, Chrome auch. Firefox zieht nach und macht es direkt für alle Plattformen gleichzeitig verfügbar. Firefox 149 bringt viele N...

Vom Dach an die Börse: Plant Berlin das Ende der privaten Energiewende?

Es gibt Gesetze, die still und leise funktionieren. Die niemand feiert, die kaum jemand versteht, die aber irgendwie das Land verändern: Dach für Dach, Jahrzehnt für Jahrzehnt. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz war so ein Gesetz. Seit dem Jahr 2000 hat es dafür gesorgt, dass Photovoltaikanlagen weltweit so billig wurden, dass man sie sich heute leisten kann. Anlagen kosten inzwischen nur noch zehn Prozent dessen, was sie vor 25 Jahren kosteten. Das ist keine Kleinigkeit. Das ist eine der bemerkenswertesten Kostenreduktionen in der Geschichte der Energietechnik und Deutschland hat sie angestoßen, ob man das nun mag oder nicht. Und jetzt kommt Katherina Reiche. Das Bundeswirtschaftsministerium plant, die garantierte Einspeisevergütung für kleine Solaranlagen zu streichen. Ab 2027 sollen Anlagen bis 25 Kilowatt keine feste Vergütung mehr erhalten. Wer Geld für seinen eingespeisten Strom will, muss ihn direkt am Markt verkaufen, zum schwankenden Börsenpreis, der an manchen Tagen sogar neg...