Eigentlich war Hubble kaputt. Nicht dramatisch kaputt, nicht "Hollywood-Kaputt" mit Explosionen, Action und Panik im Kontrollzentrum, sondern leise, technisch, frustrierend, bisschen kaputt. Ein defektes Gyroskop. Und weil das Teleskop nun nur noch mit einem einzigen funktionierenden arbeitet, war ihr eigentlicher Zielkomet plötzlich nicht mehr ansteuerbar. Das Team um Professor Dennis Bodewits von der Auburn University musste kurzfristig umdisponieren. Die Wahl fiel auf Komet K1. Normaler Job, dachten sie. Routinebeobachtung. Sie lagen falsch. Zum Glück passierte der Fehler. Als John Noonan sich am Tag nach den Aufnahmen die Bilder ansah, saß er eine Weile still. Auf den Aufnahmen vom 8. bis 10. November 2025 waren vier Kometen zu sehen. Dabei hatte es einen gegeben. K1 hatte seinen sonnennächsten Punkt bereits im Oktober passiert – näher als die Merkurbahn, extremer Hitze und Gravitationskräften ausgesetzt. Er hatte das überlebt. Scheinbar. Ungefähr acht Tage vor den A...
Stellt euch kurz vor, ihr seid der Typ bei Amazon, der 2014 im Meeting saß und sagen musste: „Chefs, wir haben gerade 170 Millionen Dollar verbrannt und niemand hat das Ding gekauft." Das Fire Phone war kein Flop; es war ein sozusagen ein Totalschaden. Und jetzt, zwölf Jahre später, klopft Amazon wieder an die Tür des Smartphone-Markts. Mit Helm diesmal. Hoffentlich. Das Trauma von 2014: Eine kurze Erinnerung Zur Einordnung: Jeff Bezos persönlich hat 2014 das Fire Phone auf die Welt losgelassen: Inklusive 3D-Display-Trickserei und einer Kamera, die Gegenstände identifizieren sollte. Niemand wollte das. Fire OS hatte kaum Apps, die Kamera fraß den Akku leer und verursachte Überhitzung. Nach 14 Monaten war der Drops gelutscht – 170 Millionen Dollar Abschreibung inklusive. Jeff Bezos hat damals öffentlich gesagt, ein einziger großer Erfolg gleicht viele Fehlschläge aus. Klingt mutig. Klingt aber auch nach jemandem, der gerade sehr viel Geld verloren hat und eine schöne Erklärung d...