Am 1. April 1976, also heute vor 50 Jahren, gründeten drei Männer in Los Altos, Kalifornien, ein Unternehmen. Steve Wozniak, der die Technik verstand. Steve Jobs, der verstand, dass Technik allein nicht reicht. Und Ron Wayne, der nach zwölf Tagen seine Anteile für 800 Dollar verkaufte: Eine Entscheidung, über die seitdem vermutlich kein Tag vergeht, ohne dass jemand sie erwähnt. Heute ist Apple über 400 Milliarden Dollar Jahresumsatz wert. Mehr als viele Staaten. Ein halbes Jahrhundert, das mit einer Holzplatine begann und mit einem Unternehmen endete, das den Alltag von Milliarden Menschen strukturiert, ob sie das wollen oder nicht. Der Apfel als Symbol für eine Marke, die seit 50 Jahren Design, Technik und Kulturen prägt. Das ist eine Geschichte, die man feiern kann. Der Apple I war kein Massenprodukt, kein Lifestyle-Objekt, kein kulturelles Signal. Er war eine Platine mit Tastaturanschluss, gebaut von einem Ingenieur für andere Ingenieure. Was Jobs früh erkannte und was sein eige...
US‑Präsident Donald Trump hat erneut Zweifel an der Zukunft der amerikanischen NATO‑Mitgliedschaft geschürt. In einem Interview mit dem Telegraph bezeichnete der US-Präsident die NATO als „Papiertiger" und erklärte, seine Überlegungen gingen „über eine reine Neubewertung hinaus". Was das bedeutet, ließ er offen. Was es auslöst, ist eine Debatte, die Europa seit Jahren verdrängt und nun nicht mehr verdrängen kann. Hintergrund ist die aus Washingtons Sicht unzureichende Unterstützung europäischer Partner im Krieg der USA und Israels gegen den Iran. Spanien hatte seinen Luftraum für US-Flugzeuge gesperrt. Großbritannien hatte Stützpunkte nur eingeschränkt freigegeben. Deutschland hielt sich zurück. Trump sieht darin kein Missverständnis und keine kurzfristige Verstimmung. Er sieht darin ein Muster. NATO‑ und Deutschlandflagge in einem Regierungsgebäude, während US‑Präsident Trump erneut mit einem Austritt der USA droht. Außenminister Marco Rubio sekundierte prompt. In einem Fo...