Das Abkommen sieht vor, dass Indien über die nächsten fünf Jahre US-Güter im Wert von 500 Milliarden Dollar (rund 423,1 Milliarden Euro) kauft. Dazu gehören Energieträger, Flugzeuge und Flugzeugteile, Edelmetalle, Technologieprodukte sowie Kokskohle. Im Gegenzug werden die wechselseitigen Zölle auf indische Produkte von 25 Prozent auf 18 Prozent gesenkt. Ende vergangenen Jahres hatten die US-Zölle auf indische Waren noch bei insgesamt 50 Prozent gelegen.
Indiens Premierminister Narendra Modi bezeichnete das Abkommen auf dem Onlinedienst X als «großartige Neuigkeit für Indien und die USA». Er lobte Trumps «persönlichen Einsatz» für die Stärkung der bilateralen Beziehungen. Das Abkommen spiegele «die wachsende Tiefe, das Vertrauen und die Dynamik» zwischen beiden Ländern wider, schrieb Modi. Der Rahmen werde «widerstandsfähige und vertrauenswürdige Lieferketten stärken und zum globalen Wachstum beitragen» und neue Chancen für indische Landwirte, Unternehmer und Fischer eröffnen.
Marktöffnung und Agrarschutz
Indiens Handelsminister Piyush Goyal betonte, das Abkommen öffne «einen Markt im Wert von 30 Billionen Dollar» (25,4 Billionen Euro) für Indien. Gleichzeitig würden sensible indische Agrar- und Milchprodukte geschützt, darunter Mais, Weizen, Reis, Soja, Geflügel und Milch. Das Weiße Haus kündigte zudem eine Ausweitung der Zusammenarbeit beider Länder im Verteidigungsbereich an.
Hintergrund: Russisches Öl als Streitpunkt
Indien mit seinen rund 1,4 Milliarden Einwohnern gilt als bevölkerungsreichstes Land der Welt und soll in diesem Jahr zur viertgrößten Volkswirtschaft aufsteigen. Neben den USA schloss auch die Europäische Union im Januar ein Handelsabkommen mit Indien, das Zölle auf zahlreiche Produkte wie Autos, Chemieprodukte, Wein und Nudeln senkt oder abschafft. Die EU ist derzeit Indiens größter Handelspartner.
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