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20 Prozent Wertverlust - US-Dollar stürzt unter Trump massiv ab

Der US-Dollar hat seit Beginn des neuen Jahres massiv an Wert verloren. Seit Donald Trumps Amtsantritt im Januar 2025 büßte die Währung rund 20 Prozent ein – der Wechselkurs rutschte von 1,05 Dollar pro Euro auf zeitweise über 1,20 Dollar. Investoren fliehen aus dem Dollar, Experten warnen vor Risiken für die weltweite Leitwährung.

Trumps erratische Politik gilt als Hauptgrund für den Absturz. Der US-Präsident kritisiert wiederholt die Zinspolitik der Notenbank Fed und attackiert deren Chef Jerome Powell mit Beleidigungen. Zusätzlich setzt er Fed-Mitglieder unter juristischen Druck. Seine aggressive Zollpolitik und direkte Eingriffe in die Kapitalmärkte – etwa die Begrenzung von Dividendenzahlungen und Aktienrückkäufen bei Rüstungsunternehmen – erschüttern das Vertrauen der Anleger.



Trump befürwortet selbst einen schwächeren Dollar. Er will damit US-Exporte ankurbeln und das Handelsdefizit reduzieren. Kritiker zweifeln jedoch, ob amerikanische Unternehmen überhaupt die Produktionskapazitäten haben, um diese Ziele zu erreichen. Der Präsident blendet zudem den Dienstleistungssektor aus, der maßgeblich zur Stärke der US-Wirtschaft beiträgt.

Warsh-Nominierung gibt Dollar kurzen Schub

Die Nominierung von Kevin Warsh als Nachfolger von Jerome Powell an der Fed-Spitze hat dem Dollar etwas Auftrieb gegeben. Beobachter erwarten von Warsh weniger drastische Zinssenkungen, als Trump sie fordert. Die Fed hatte im Dezember die Zinsen gesenkt, sie im Januar aber stabil gehalten. Der Markt rechnet dennoch mit weiteren US-Zinssenkungen in diesem Jahr, während die Europäische Zentralbank ihre Leitzinsen voraussichtlich konstant hält.

Chris Iggo, Analyst vom Vermögensverwalter BNP Paribas Asset Management, fasst die Lage zusammen: «Der Kurzfristtrend spricht gegen den US-Dollar.» Die Dollarwertung entscheidet in den kommenden Monaten maßgeblich über die weitere Entwicklung.

Ein schwächerer Dollar macht Rohstoffe wie Rohöl und Gold auf dem Weltmarkt billiger, was Nachfrage und Preise steigen lässt. Reisende können Waren in den USA günstiger erwerben – müssen aber Importe ab bestimmten Beträgen bei Flughafen-Kontrollen verzollen.

Stephen Innes, Analyst vom Vermögensverwalter SPI Asset Management, betont: «Ein schwächerer Dollar bedeutet nicht automatisch ein schwächeres Amerika.» Die meisten Experten sehen noch keinen Ersatz für den Dollar als Weltreservewährung. Historisch gab es bereits stärkere Schwächephasen – 2008 erreichte ein Euro zeitweise 1,60 Dollar. Doch die Rolle der Währung wird zunehmend in Frage gestellt.





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