In der gemeinsamen Erklärung heißt es: «Grönland gehört seinem Volk.» Die europäischen Partner betonten zudem die Grundsätze der UN-Charta – Souveränität, territoriale Integrität und Unverletzlichkeit von Grenzen. «Dies sind universelle Grundsätze. Und wir werden nicht aufhören, sie zu verteidigen», erklärten die Unterzeichner.
Trump bekräftigt US-Anspruch
Donald Trump hatte in den vergangenen Tagen bekräftigt, die USA benötigten Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit. Sein stellvertretender Stabschef Stephen Miller bezeichnete den US-Anspruch auf Kontrolle über die Arktisinsel als «offizielle Position der US-Regierung».
Grönland gehört zum Königreich Dänemark, ist aber weitestgehend autonom. Die europäischen Partner stellten in ihrer Erklärung klar: «Das Königreich Dänemark – einschließlich Grönlands – ist Teil der Nato». Die Sicherheit in der Arktis müsse gemeinsam mit NATO-Verbündeten erreicht werden, einschließlich der USA.
Scharfe Reaktionen aus Europa
Dänemarks Regierungschefin Mette Frederiksen hatte bereits zuvor erklärt: «Wenn die USA ein anderes Nato-Land angreifen, dann hört alles auf.» Damit bezog sie sich auf die westliche Verteidigungsallianz und die seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs bestehende Sicherheitsarchitektur. Die dänischen Parteien beriefen eine Krisensitzung im Parlament ein.
Der CDU-Politiker Roderich Kiesewetter warnte auf X: «Die aktuelle Bedrohungslage für Grönland ist weit mehr als eine bizarre Episode im Stile Donald Trumps. Sie ist ein Warnschuss für uns alle. Wer Trumps Slogan ,Make America Great Again' bislang nur als wirtschaftliche Kampfansage verstanden hat, hat ihn fundamental missverstanden.»
Er fügte hinzu: «Die Zeit läuft uns davon, denn Trump schafft schnell und hart Fakten.»
Verteidigungsabkommen seit 1951
Zwischen Dänemark und den USA besteht seit 1951 ein Verteidigungsabkommen. Die europäischen Partner bezeichneten die USA in ihrer Erklärung als «wesentlichen Partner» – sowohl als NATO-Verbündeten als auch im Rahmen dieses Abkommens.
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