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ESC Vorentscheid: Sarah Engels mit „Fire“ nach Wien

Im dreistündigen ESC-Vorentscheid aus Berlin („Das deutsche Finale 2026“) setzte sich die 33-Jährige gegen acht andere Acts durch. Moderiert wurde das Ganze von Barbara Schöneberger und –Überraschung- Hazel Brugger.

Der Song: Ihr Titel heißt „Fire“. Es ist ein moderner Pop-Dance-Song mit einer fetten Bühnenshow (viel Pyro, logisch bei dem Namen) und Fokus auf Female Empowerment.


Das Voting: Erst hat eine 20-köpfige internationale Jury das Feld auf drei Finalisten reduziert. Im alles entscheidenden Telefonvoting holte Sarah dann 38,3 % der Stimmen und schlug damit den Favoriten der Indie-Szene, wavvyboi (34,2 %), und Molly Sue (27,6 %).
Bühne (Symbolbild)
Bühne (Symbolbild)

Der Termin: Das große ESC-Finale findet am 16. Mai 2026 in Wien statt.

Die „Fan-Wut“: Alles schon mal gesehen?

Kaum war die Krone auf dem Kopf, ging der Stress im Netz los. Die ESC-Bubble ist gespalten:

Kritik: Viele Fans auf Instagram und X (Twitter) lästern, dass der Song und die Performance (Tänzerinnen in Schwarz, Choreografie) eine Kopie von erfolgreichen Acts der Vorjahre seien. Der Vorwurf: „Den Song gab es schon mal, das ist nicht authentisch. " und "Warum sieht die Performance 1:1 aus wie Fuego (Zypern '18) bei Temu bestellt? Roter Glitzer-Body, Pyro, Dance-Break... wir haben es verstanden.“.

Pro: Andere feiern sie als „absoluten Vollprofi“, die wenigstens Töne trifft und eine krasse Show abliefert – was wir nach den letzten Jahren (viele letzte Plätze) echt gebrauchen können.

Meinung: „Fire“ Sicherer Hafen oder sichere Pleite?

Ich hab mir die drei Stunden gestern Abend live in der ARD gegeben und muss sagen: Ich bin gespalten.

Warum ich Sarah feiere: Man merkt einfach, dass sie ein absoluter Vollprofi ist. Während andere Acts stimmlich gewackelt haben, saß bei ihr jeder Ton, jeder Tanzschritt und jedes Pyro-Zischen. Sie hat die Bühne in Berlin echt abgerissen. Nach den ganzen letzten Plätzen der Vorjahre ist es eigentlich genau das, was wir brauchen: Jemand, der abliefert und nicht vor Aufregung das Mikro fallen lässt.

Wo mein Problem liegt: Der Song „Fire“ fühlt sich leider an wie „ESC aus der Tiefkühltruhe“. Es ist dieser typische Euro-Dance-Pop, den wir schon hundertmal gesehen haben (erinnert extrem an Zyperns „Fuego“ von 2018). Auf X (Twitter) wurde es als „musikalische Tütensuppe“ bezeichnet – hart, aber wahr. Mir fehlt die Ecken und Kanten. wavvyboi wäre mutiger gewesen, Sarah ist die „Nummer sicher“.

Prognose für Wien: Wenn wir Glück haben, punktet sie durch ihre krasse Ausstrahlung und die makellose Performance im Mittelfeld. Wenn wir Pech haben, geht der Song in der Masse der 25 anderen Beiträge komplett unter, weil er einfach zu „copy+paste“ ist.



Von: Jonas
Quelle: Live verfolgt in der ARD um 20:15 bis 23:30 Uhr, (Kommentare) X
Bildquelle: Elijah Ekdahl auf Unsplash
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