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Gmailify und Pop in Gmail: Gmail stellt E-Mail-Funktionen für Drittanbieter ein

Das Anwenden von Gmail-Funktionen auf E-Mail-Konten bei Drittanbietern ist ab sofort nicht mehr möglich. Pop3-Verbindungen werden ebenfalls eingestellt.

Google stellt die Funktionen Gmailify und Pop in Gmail ab Januar 2026 ein. Wie das Unternehmen auf einer Gmail-Hilfsseite erklärt, sollen betroffene Anwender zu einer Imap-Verbindung wechseln, wenn sie weiterhin E-Mails von Drittanbietern über Gmail abrufen möchten.



Gmailify wird hingegen ersatzlos gestrichen. Damit ließen sich bislang Funktionen zum Spamschutz, erweiterte Sortiermöglichkeiten und E-Mail-Benachrichtigungen auf E-Mail-Konten bei Drittanbietern anwenden.


Einstellung bereits im Oktober 2025 angekündigt

Die Verwaltung von E-Mails in der Gmail-App bleibt davon unberührt, da diese laut Google standardmäßig Imap-Verbindungen verwendet und die Sortierfunktionen für E-Mails lediglich in der App angewendet werden.

Google hatte die Einstellungen der Funktionen bereits im Oktober 2025 angekündigt und keine Angaben zu den Gründen gemacht. Bei The Register wird darüber spekuliert, ob die Abschaltung von Pop3 damit zusammenhängen könnte, dass das Protokoll die Übertragung von Passwörtern im Klartext ermöglicht.

Warnung vor unsicheren E-Mail-Servern

Im Januar 2025 warnte die Shadowserver Foundation davor, dass viele E-Mail-Server Daten unverschlüsselt übertragen. Kritisiert wurde dabei insbesondere, dass viele Dienste ohne aktiviertes TLS erfasst werden konnten. Mit rund 524.000 Pop3- und 561.000 Imap-Servern belegte Deutschland vor einem Jahr Platz 2 bei der Anzahl der gefundenen anfälligen E-Mail-Servern.

Administratoren forderte die Stiftung dazu auf, die TLS-Unterstützung für Pop3 und Imap zu aktivieren und nicht benötigte E-Mail-Dienste zu deaktivieren. Quelle: golem


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