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Frankreich will Instagram, TikTok und Snapchat für unter 15-Jährige verbieten

Frankreich plant ein umfassendes Verbot von Instagram, TikTok und Snapchat für Jugendliche unter 15 Jahren. Das Verbot soll ab 1. September 2026 gelten, wie aus einem Gesetzentwurf hervorgeht, den die Nachrichtenagentur AFP einsehen konnte. Die französische Regierung begründet den Schritt mit zahlreichen Studien, die Risiken durch die exzessive Nutzung von Online-Plattformen belegen.

Die Gefahren für Minderjährige sind laut den Studien vielfältig: Zugang zu unangemessenen Inhalten, Online-Mobbing und Veränderungen des Schlafrhythmus. Weitere Untersuchungen verbinden die übermäßige Nutzung mit Schlafproblemen, negativem Körperbild, schlechten schulischen Leistungen und emotionalen Schwierigkeiten. Eine Umfrage der Weltgesundheitsorganisation ergab, dass elf Prozent der Jugendlichen Schwierigkeiten haben, ihre Social-Media-Nutzung zu kontrollieren.



Präsident Emmanuel Macron hat das Verbot zur Priorität erklärt. Er drängt darauf, dass das Parlament bereits im Januar über den Gesetzentwurf debattiert. Die Behörde Arcom, zuständig für die Regulierung digitaler Kommunikation, soll die Einhaltung des Verbots überwachen.

Australien als Vorreiter

Frankreich folgt damit einem internationalen Trend. Australien führte im Dezember das weltweit erste Social-Media-Verbot für Kinder ein. Dort dürfen Plattformen wie TikTok, Instagram und Snapchat erst ab 16 Jahren genutzt werden.

Bereits seit 2018 gilt in Frankreich ein Handyverbot an Vorschulen und anderen Schulen. Der neue Gesetzentwurf sieht vor, dieses Verbot auch auf Gymnasien auszuweiten. Die Maßnahmen zielen darauf ab, Jugendliche umfassend vor den Risiken digitaler Medien zu schützen.





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