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Brutale Serie in Hessen: Einbrecher rammen mit Autos in Juweliere

Nach einer Serie brutaler Überfälle auf Juweliergeschäfte in Hessen warnt das Landeskriminalamt vor einer neuen, gefährlichen Taktik: Einbrecher nutzen gestohlene Autos als Rammbock. Beispiel Gießen: In der Nacht zum 10. Dezember durchbrachen mindestens drei Täter mit einem gestohlenen Kleinwagen die Glastür des Einkaufszentrums Neustädter Tor und erbeuteten Schmuck im Wert von mehreren zehntausend Euro. Sie brachen die Ladentür auf und bedrohten einen Zeugen mit einer Schusswaffe. Die Ermittler fahnden nach den Tätern und klären, wie diese an das Fahrzeug gelangten.

Der Fall reiht sich ein in eine neue Serie von Einbrüchen auf Juwelier- und Uhrengeschäfte in Hessen: Im Jahr 2025 registrierte das Hessische Landeskriminalamt (LKA) bereits mehrere solcher Taten, bei denen Autos als Einbruchswerkzeug zum Einsatz kamen. Genaue Zahlen liegen den Behörden noch nicht vor. Das ist eine deutliche Veränderung: Die Behörden verzeichneten 2024 in Hessen 46 Einbrüche oder Raubüberfälle auf Juweliere – in keinem einzigen Fall nutzten die Täter ein Fahrzeug.



Hohe Gewaltbereitschaft

Das LKA warnt vor der brutalen Vorgehensweise der Täter. «Die Täter agieren sehr schnell, richten aufgrund der massiven Zerstörung einen hohen Sachschaden an und zeigen eine große kriminelle Energie sowie eine hohe Gewaltbereitschaft», erklärt die Behörde. Die Kriminellen, ob Einzeltäter oder Banden, reißen Sicherheitsgitter mit Abschleppseilen aus der Verankerung, zerstören Eingangstüren oder Schaufenster mit Gullydeckeln, Hämmern oder Äxten. Gestohlene Autos nutzen sie, um Zugangssperren zu durchbrechen und zur Flucht.

Empfehlungen für Ladeninhaber

Wegen der neuen Taktik mit Fahrzeugen hat das LKA umfassende Präventionsmaßnahmen für Juweliere und Uhrenhändler zusammengestellt. Eingangsschleusen sollen nur einzelnen Kunden den Zutritt ermöglichen. «Dies verhindert das Eindringen mehrerer Personen und erschwert potenziellen Tätern den Zugang», so das LKA.

Video-Systeme und Gegensprechanlagen ermöglichen die Kontrolle von Besuchern. Ladeninhaber sollten diskrete Alarmknöpfe an strategischen Stellen der Verkaufsfläche installieren. Zudem sollten Öffnungs- und Schließroutinen variieren.

Die Polizei empfiehlt zusätzlich zertifizierte einbruchhemmende Türen und Fenster, Vitrinen aus splitterfreiem Glas mit robusten Schlössern sowie Alarmanlagen, die bei unbefugtem Eindringen sofort die Polizei alarmieren. Mitarbeiter sollten Sicherheitstrainings absolvieren.

Oberste Priorität im Ernstfall: Die eigene Sicherheit und die der Mitarbeiter steht an erster Stelle – Konfrontationen vermeiden und den Anweisungen der Täter folgen, betont das LKA.





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