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SWR kappt Kult-Sendung "Eisenbahn-Romantik" nach 30 Jahren

Nach mehr als 30 Jahren ist Schluss: Der Südwestrundfunk (SWR) beendet die Produktion seiner Kult-Sendung «Eisenbahn-Romantik» zum Jahresende. Die Redaktion wird aufgelöst und künftig entstehen keine neuen Folgen mehr, wie eine SWR-Sprecherin bestätigte.

Die Sendung präsentierte seit 1991 gefühlselige Filme und Reportagen über Dampflokomotiven und historische Eisenbahnen weltweit. Mit langsam geschnittenen und ruhig erzählten Beiträgen eroberte die Serie schnell die Herzen einer treuen Fangemeinde, besonders in den 90er-Jahren.


Von Pausenfüller zur Erfolgsserie

Ursprünglich war «Eisenbahn-Romantik» nur als Pausenfüller im SWR-Programm gedacht. Doch die Macher wurden vom unerwarteten Erfolg überrascht - die Kurzfilme erzielten höhere Einschaltquoten als das eigentliche Hauptprogramm.

Folgen wie «Der Bummelzug von Abreschviller», «In der Holzklasse durch Kambodscha» oder «Die Sauschwänzlebahn - Strategie auf Schienen» entstanden über die Jahrzehnte. Die Serie wurde nicht nur im SWR, sondern auch in anderen ARD-Dritten und bei Arte ausgestrahlt.

Hagen von Ortloff als Gesicht der Serie

Viele Jahre präsentierte Hagen von Ortloff die Sendung und gilt als Erfinder der «Eisenbahn-Romantik». Als einziger Moderator blieb er das konstante Gesicht der Serie über mehr als 1.000 produzierte Folgen.

In einem kürzlich veröffentlichten Youtube-Video appellierte von Ortloff an den SWR: «Bitte lasst die Redaktion von "Eisenbahn-Romantik" bestehen.» Er bedauerte, dass der Sender eine «Kult-Sendung einfach und relativ lieblos» abwickle.

Unvergessliche Titelmelodie und letzte Hoffnung

Vielen Zuschauern dürfte die einprägsame Titelmelodie im Gedächtnis geblieben sein - die Jazzklänge von «Sentimental Journey» von Les Brown. Zum Folgenstart waren typischerweise Bilder der betagten Schmalspurlok der Museumsbahn Ochsenhausen-Warthausen zu sehen.

Eine kleine Hoffnung bleibt für die Fans: Derzeit sind noch neue Folgen in Produktion, die 2026 ausgestrahlt werden sollen. Danach endet jedoch endgültig eine Ära des deutschen Fernsehens. Quelle: dpa





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