Nun ist es wieder soweit: Apple lüftet den Vorhang und gewährt der Welt einen ersten Blick auf das iPhone 16, die Apple Watch 10 und die neuen AirPods der 4. Generation. Das Motto: "It"s Glowtime".
Wie bei einer Produktpräsentation im Jahr 2024 kaum anders zu erwarten, liegt der Fokus vor allem auf der künstlichen Intelligenz, der "Apple Intelligence". Diese hat Apple bereits zur WWDC im Juni enthüllt.
iPhone 16: Können zwei neue Tasten genügend neue Käufer begeistern?
Features des neuen iPhone 16 im Überblick.
Neu beim iPhone 16 ist der A18-Prozessor, der 30 Prozent schneller sein soll als das iPhone 14. Um nicht nur die Pro-Modelle fit für die rechenintensiven KI-Funktionen der Apple Intelligence zu machen, kommen alle vier iPhone-16-Varianten mit dem Apple A18. Für den A18 Pro im iPhone 16 Pro und Pro Max gibt es insbesondere eine stärkere Grafik- und KI-Leistung als bei den "normalen" iPhone 16. Der A18 Pro ist 15 Prozent schneller als der A17 Pro des Vorgängers. Auch zur besseren Hitzeableitung der Geräte hat Apple die Gehäuse überarbeitet.
Die Displays der Pro-Modelle sind um jeweils rund 0,1 Zoll gewachsen und zeichnen sich durch noch dünnere Display-Ränder aus. Sie messen etwa 6,3 und 6,9 Zoll. Die "Dynamic Island" als animierte Notch bleibt allen vier iPhones erhalten.
Der Action-Button ersetzt in diesem Jahr auch bei nicht Nicht-Pros den Klingeltonschalter. Erneut können wir ihn frei mit Schnellzugriffen wie der Kamera und der Taschenlampe oder mit einem Kurzbefehl belegen.
Das iPhone 16 Pro (Max) erhält zusätzlich einen neuen "Capture Button". Er ist druckempfindlich und kann auf Touch-Gesten reagieren und uns beim Fotografieren unterstützen. Leicht drücken für den Fokus, Wischen für den Zoom, starker Druck für den Auslöser. Hobby-Fotografen freuen sich, alle anderen können den Zusatzknopf getrost ignorieren.
Apropos Kamera. Während sich die Hauptlinse des iPhone 16 kaum verändert, hat Apple die Ultraweitwinkellinse mit einer neuen Blende sowie mit 48 Megapixeln versehen. Das iPhone 16 Pro hat den fünffachen optischen Zoom des Max-Modells übernommen, die Standardmodelle erhalten einen Makro-Modus. Das Pro-Modell unterstützt nun Videoaufnahmen in 4K bei 120 Hertz.
Für diese hochauflösenden Aufnahmen unterstützt das iPhone 16 Pro erstmals schnellere USB-3-Übertragungsraten. Der USB-C-Anschluss bleibt. Apple hat die Akkukapazitäten der iPhone-16-Reihe leicht erhöht und sorgt mit effizienteren Chips für geringeren Stromverbrauch.
Das iPhone 16 Pro Max unterstützt dieses Jahr bis zu 33 Stunden Video-Wiedergabe. Zum Vergleich: das iPhone 15 Pro Max hat noch 29 Stunden durchgehalten.
Praktisch: Alle neuen iPhones unterstützen den neuen WiFi 7 Standard für schnelle Datenübertragung.
Das iPhone 16 startet bei 949 Euro für 128 GB bzw. das 16 Plus bei 1.099 Euro. Die Pro-Modelle starten bei 1.199 Euro für 128 GB und das Pro Max bei 1.449 Euro für 256 GB. Ganz wie im Vorjahr.
Bühne frei für die Apple Intelligence
Apple Intelligence im praktischen Einsatz: Mit einem schnellen Foto vom Restaurant lassen sich Informationen zur Bewertung, Speisekarte und Öffnungszeiten finden.
Im Mittelpunkt der heutigen Veranstaltung steht vor allem die Apple Intelligence: Dieses KI-Modell hat Apple bereits im vergangenen Sommer vorgestellt. Mit seiner Hilfe kann Siri kontextbezogener und natürlicher antworten. Sie nutzt app-übergreifende Informationen wie Flugdaten aus einer E-Mail und Kartennavigation, um uns zu sagen, wann wir aufbrechen sollten, um unseren Flug nicht zu verpassen.
Außerdem fasst die KI unsere Mails und Benachrichtigungen zusammen, schreibt oder korrigiert Texte mithilfe von ChatGPT, generiert Bilder und erlaubt Suchanfragen in natürlicher Sprache. AI startet im nächsten Monat in den USA und im Dezember in weiteren englischsprachigen Ländern. Welche dieser Funktionen genau in Deutschland starten können, ist auch jetzt noch ungewiss. Erst vor kurzem musste beispielsweise das Google Pixel 9 Pro hierzulande mit gekürztem Funktionsumfang an den Start gehen.
Mehr oder weniger neue AirPods
Das neue AirPods Line-up von 2024.
Auf dem Glowtime Event hat Apple die AirPods Max aktualisiert. Ihr aktives Noise Cancellation, der Sound und der H2 Chip bleiben, neu sind der USB-C-Anschluss und frische Farbvarianten. Die HiFi-Kopfhörer lässt sich Apple mit 579 Euro gut bezahlen.
Ebenfalls neu sind die Einstiegsmodelle der AirPods 4, welche bessere Audioqualität, 3D-Audio-Funktionen und Kopfgesten unterstützen – mit einem Nicken können Sie z.B. Telefonate annehmen.
Auch neu sind AirPods 4 mit einer aktiven Noise-Cancelation Option.
Die AirPods Pro 2 können zudem mit einem zukünftigen Software-Update als Hörgeräte verwendet werden, wobei Apple in den USA mit klinischen Partnern bei der Entwicklung zusammengearbeitet hat.
Die AirPods 4 liegen bei 149 Euro, die Variante mit aktiver Geräuschunterdrückung kostet 199 Euro.
Apple Watch Series 10: Die dünnste Apple Watch aller Zeiten
Die dünnste Apple Watch aller Zeiten.
Für die Apple Watch steht in diesem Jahr ein kleines Jubiläum ins Haus: Bereits die zehnte reguläre Uhr wurde auf dem Apple Event präsentiert. Insbesondere beim Design gibt es zum ersten Mal seit Jahren Neuigkeiten, das größte Display aller Apple Watches in dem dünnsten Apple Watch-Gehäuse. Neu ist auch eine Titanium-Option, die vorher den Ultra-Modellen vorbehalten war.
Das neue Gehäuse hat kleinere Displayränder und ist mit 9,7 mm die dünnste Apple Watch aller Zeiten. Ein neues OLED-Display ermöglicht zudem bessere Blickwinkel und steigert die Helligkeit.
Die Blutdrucküberwachung kam dieses Jahr nicht, ganz wie vermutet. Neu ist dafür aber die Erkennung für Schlafapnoe, einer Atemerschwerung, die unter anderem lautes Schnarchen hervorruft.
Die Apple Watch Series 10 ist ab 449 Euro für das 42 mm Gehäuse erhältlich. Ebenfalls angekündigt wurde eine neue schwarze Apple Watch Ultra 2. Die erhoffte Apple Watch Ultra 3 blieb allerdings aus. Die schwarze Apple Watch Ultra 2 soll 899 Euro kosten.
iPad, Vision Pro und Co: Was Apple dieses Mal nicht gezeigt hat
Eine neue Apple Vision Pro wurde dieses Jahr nicht vorgestellt.
In diesem Event gab es keine Updates zu den iPads und Macs. Die Apple Vision Pro wurde zudem nur am Rande erwähnt, da nun auch die Nicht-Pro iPhones 3D Video Aufnahmen (Spatial Video) unterstützen.
Etwa die Einführung des M4 Prozessors im iPad Pro noch in diesem Jahr ist damit aber noch nicht ausgeschlossen. Wir rechnen mit einer Aktualisierung der letzten iPads und dem Upgrade des Mac Line-ups auf die M4-Reihe in einem weiteren Oktober-Event. Quelle: Apple und Chip


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