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WhatsApp verrät erste Details: Das ändert sich ab März im Messenger

WhatsApp steht in den nächsten Wochen eine größere Veränderung bevor. Schon ab März wird es im Messenger einen neuen Bereich geben. Er ermöglicht den Austausch mit anderen Messengern.

Die Europäische Union (EU) will das Internet stärker regulieren. Der Digital Markets Act (DMA) soll online für einen fairen Wettbewerb sorgen und die Marktmacht von Meta, Google, Apple und Co. eindämmen. Sogenannte Gatekeeper müssen bestimmte Auflagen in ihren Apps und Services erfüllen, damit diese mit EU-Recht konform sind. Das betrifft auch WhatsApp. Der Messenger muss nach Willen der Europäischen Union den Nachrichtenaustausch mit anderen Chat-Apps ermöglichen - und das bis März 2024.



Schon bald könnte es also möglich sein, von Telegram aus einen WhatsApp-Kontakt anzuschreiben. Wie das ganze aussieht, darauf gibt uns die Beta-Version 24.2.10.72 von WhatsApp für iOS einen Vorgeschmack. Wie ein Screenshot des Fanblogs WABetaInfo zeigt, wird WhatsApp Nachrichten aus anderen Messengern in einen eigenen Ordner sammeln.

Screenshot zeigt Öffnung für andere Messenger

Dieser trägt den Namen "Third-Party Chats", zu deutsch "Drittanbieter-Chats" und wird ganz oben in der Chatliste angezeigt. Zunächst werdet ihr euch hier jedoch nur mit einzelnen Kontakten aus anderen Messengern schreiben sowie Sprachnachrichten, Dateien, Bilder und Videos mit diesen austauschen können.

Plattform-übergreifende Gruppenchats sollen erst in ein paar Jahren möglich sein, erklärt Meta-Manager Dick Brouwer in einem Interview mit dem Online-Magazin Wired. Das gleiche gelte für plattform-übergreifende Telefonate.

Andere Anbieter halten sich noch zurück

Ob ihr ab März aber wirklich plattformübergreifend via WhatsApp kommunizieren könnt, bleibt abzuwarten. Zwar sind die technischen Voraussetzungen hierfür Wired zufolge geschaffen. Aber andere Messenger müssen ihrerseits aktiv werden, wenn sie ihre App kompatibel zu WhatsApp machen wollen.

Unter anderem setzt dies dem Wired-Bericht zufolge einen Vertrag zwischen Meta und dem jeweiligen anderen Messenger voraus, in dem sich die Anbieter unter anderem auf eine Verschlüsselungstechnik einigen. WhatsApp präferiert hier das vom Messenger selbst verwendete Signal-Protokoll. Theoretisch seien aber auch andere Protokolle möglich, wenn sie dieselbe Sicherheit gewährleisten.

Noch ist unklar, ob und welche Messenger sich ihrerseits für den Austausch mit WhatsApp öffnen. Neben WhatsApp wird durch das EU-Gesetz nur noch der Facebook Messenger zur Öffnung gezwungen, da er ebenfalls den Status eines Gatekeepers zugesprochen bekommen hat. Eine abschließende Beurteilung von Apples iMessage steht noch aus. Das Gesetz sieht hingegen keinen Zwang zur Öffnung der Messenger für SMS vor. Quelle: Netzwelt und WABetaInfo


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