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Verdi-Warnstreik ab Montag: U-Bahnen und Busse fallen aus – rund 270.000 Schüler betroffen

Ein 24-stündiger Warnstreik legt am Montag den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg weitgehend lahm. Die Gewerkschaft Verdi hat die Beschäftigten der Hamburger Hochbahn und der Verkehrsbetriebe Hamburg-Holstein (VHH) zum Ausstand aufgerufen. Ab drei Uhr morgens fahren weder U-Bahnen noch die meisten Busse. Auch die Nachtbusse von Montag auf Dienstag fallen aus. Rund 270.000 Schülerinnen und Schüler sowie zahlreiche Fahrgäste sind betroffen.

Hochbahn und VHH teilten mit, sie rechneten nicht damit, den Bus- und U-Bahn-Betrieb aufnehmen zu können. Die Unternehmen bitten Fahrgäste, auf unnötige Fahrten zu verzichten und auf Alternativen auszuweichen. Der Streik betrifft S-Bahn und Hadag-Fähren nicht, sie fahren planmäßig.



Forderungen der Gewerkschaft

Verdi fordert für die Hochbahn-Beschäftigten eine Lohnsteigerung von 7,5 Prozent mit einer Sozialkomponente für untere Lohngruppen. Auszubildende sollen ebenfalls 7,5 Prozent mehr Vergütung erhalten sowie einen monatlichen Mietkostenzuschuss von 200 Euro. Zudem verlangt die Gewerkschaft die vollständige Übernahme der Kosten für das Deutschlandticket und Altersteilzeit-Regelungen.

Bei den Verhandlungen für einen neuen Manteltarifvertrag der VHH gab es nach zwei Runden keine Einigung.

Auch für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder fordert Verdi sieben Prozent mehr Gehalt und mindestens 300 Euro Erhöhung. In der zweiten Verhandlungsrunde boten die Arbeitgeber laut Verdi nur eine Lohnsteigerung «in Höhe der aktuellen Inflation und einen "Schnaps" darüber» an.

Kundgebung und Demonstration geplant

Um 10:30 Uhr beginnt eine gemeinsame Kundgebung am Busbetriebshof der Hochbahn in Harburg. Von dort zieht eine Demonstration zum Harburger Rathausplatz. Am Donnerstag kündigt Verdi einen weiteren Warnstreik an, bei dem auch Verdi-Bundesvorsitzender Frank Werneke als Redner erwartet wird.

Auch öffentlicher Dienst betroffen

Der Streikaufruf richtet sich auch an Beschäftigte der TU Harburg, der Bezirksämter, von Hamburg Service vor Ort, Landes- und Fachbehörden, Schulen, Landesbetrieben sowie des Senats und der Bürgerschaft. Verdi ruft auch Mitarbeiter der Feuerwehr im technischen Dienst zum Streik auf, der Rettungsdienst bleibt aber einsatzfähig.

Verdi bestreikt das Veterinäramt, was zu Verzögerungen bei der Containerabfertigung im Hamburger Hafen führen kann. Die Mitarbeiter arbeiten an den Schleusen im Alster- und Billerevier nur sehr eingeschränkt.



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