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Klarna sammelt 1,37 Milliarden Dollar bei Börsengang in New York

Der schwedische Zahlungsdienstleister Klarna hat bei seinem Börsengang in New York 1,37 Milliarden Dollar eingenommen. Das Unternehmen und Altinvestoren verkauften 34,3 Millionen Aktien zu je 40 Dollar - deutlich über der ursprünglich angestrebten Spanne von 35 bis 37 Dollar.

Die Nachfrage übertraf alle Erwartungen: Die Emission war 25-fach überzeichnet. Seit gestern werden die Aktien an der New Yorker Börse unter dem Kürzel «KLAR» gehandelt.





Durchbruch für europäische Fintechs

Nach Angaben der Welt ist Klarna das erste europäische Unternehmen, das seit dem ARM-Börsengang 2023 erfolgreich in New York debütiert. Der IPO signalisiert ein wiedererwachtes Anlegerinteresse an Fintech-Neuemissionen nach monatelanger Zurückhaltung.

Die Bewertung liegt bei 15 Milliarden Dollar - deutlich unter dem Höchststand von 45 Milliarden Dollar aus dem Jahr 2021. Dennoch zeigt der Erfolg, dass sich der Markt für innovative Zahlungsdienstleister wieder öffnet.

Wachstum überschattet Verluste

Klarna verzeichnet weiterhin zweistelliges Wachstum bei Nutzerzahlen und Transaktionsvolumen. Täglich werden 2,9 Millionen Einkäufe über die Plattform abgewickelt, mehr als 100 Millionen Verbraucher und 720.000 Händler nutzen den Service.

Die Profitabilität bleibt jedoch eine Herausforderung. Im zweiten Quartal weitete sich der Verlust auf 52 Millionen Dollar aus, nachdem im Vorjahreszeitraum nur sieben Millionen Dollar Verlust angefallen waren. Der Umsatz stieg hingegen von 682 auf 823 Millionen Dollar.

Warnung vor Marktvolatilität

«Obwohl der Markt wieder offen für Fintech-Börsengänge ist, werden die Unternehmen schnell nach ihrer Fähigkeit beurteilt werden, in einem schwierigeren gesamtwirtschaftlichen Umfeld Wachstum und Rentabilität in Einklang zu bringen», sagte Rudy Yang, Analyst bei PitchBook.

Das zeigt auch das Beispiel des Konkurrenten Chime: Dessen Aktien stiegen beim Debüt im Juni um 59 Prozent, notieren inzwischen aber unter dem Ausgabepreis. Laut Süddeutscher Zeitung sollten private Investoren wegen der Fintech-Marktvolatilität besonders vorsichtig sein.

Die 2005 als Kreditor gegründete und 2010 in Klarna umbenannte Firma verdient drei Viertel ihrer Einnahmen mit Händlergebühren für die «Buy now, pay later»-Dienstleistung. Der Rest stammt aus Zinsen für Verbraucherkredite. Quelle: dpa





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