Erst vor wenigen Tagen hat Microsoft bestätigt, ein Problem zu untersuchen, das seit dem Januar-Patchday zu Aufhängern bei Outlook Classic führt. Offenkundig ist davon aber nicht nur Outlook betroffen. In seiner Liste bekannter Windows-Fehler gibt der Konzern an, dass auch andere Anwendungen betroffen sein können, sofern diese mit Dateien aus Cloudspeicherdiensten wie Onedrive oder Dropbox arbeiten.
Als Beispiel nennt Microsoft weiterhin Outlook. Wenn die verwendeten PST-Dateien etwa bei Onedrive gespeichert seien, könne es vorkommen, dass Outlook nicht mehr reagiere und nach dem Schließen nicht wieder geöffnet werden könne, bevor der zugehörige Prozess nicht über den Task-Manager beendet oder das System neu gestartet werde.
Auch sei es möglich, dass gesendete E-Mails nicht im Gesendet-Ordner auftauchten und heruntergeladene Mails gegebenenfalls erneut heruntergeladen werden müssten. Die Fehlerbeschreibungen entsprechen damit weitgehend dem, was betroffene Anwender zuvor im Netz geschildert hatten. Auch den ursprünglichen Supportbeitrag zu dem Thema hat Microsoft entsprechend aktualisiert.
Alle gängigen Windows-Versionen betroffen
Die genannten Probleme treten den Angaben zufolge nach der Installation der am 13. Januar 2026 veröffentlichten Windows-Updates auf. Als Beispiel nennt Microsoft das Update KB5074109 für Windows 11 24H2 und 25H2. Aber auch Windows 11 23H2, Windows 10 (inklusive der LTSC-Versionen) und Windows Server 2019 bis 2025 sollen betroffen sein.
Einen Fix hat Microsoft nach wie vor nicht, verspricht aber, mit Hochdruck daran zu arbeiten. Bei Outlook empfiehlt der Konzern als Workaround, die PST-Dateien aus Onedrive zu entfernen und an einem anderen Speicherort abzulegen oder temporär auf Webmail umzusteigen.
Bei anderen betroffenen Apps wird empfohlen, sich an den jeweiligen Entwickler zu wenden, um in Erfahrung zu bringen, ob Alternativen zur Dateispeicherung bei den Cloudspeicherdiensten bestehen. Auch die Deinstallation der Januar-Updates nennt Microsoft als möglichen Workaround, wenngleich dadurch bekannte Sicherheitslücken wieder aufgerissen werden. Quelle: golem
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