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Bis -24 Grad: Deutschland erlebt schärfste Kältewelle seit drei Jahren

Deutschland erlebt die schärfste Kältewelle seit drei Jahren. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt bundesweit vor Schnee, Frost und Glätte – mit Temperaturen bis minus 24 Grad und bis zu 30 Zentimetern Neuschnee in Hamburg.

Die Feuerwehr Hamburg rückte bereits am Wochenende zu über 550 wetterbedingten Einsätzen aus. Auf der Köhlbrandbrücke blockierten mehrere Lkw wegen Glatteis die Fahrbahn. In Neuengamme rutschte ein Bus mit 15 Passagieren in eine Leitplanke – die Rettungskräfte mussten die Fahrgäste befreien.



Jetzt folgt die nächste Schneefront: Ab dem frühen Montagmorgen erwartet Hamburg binnen weniger Stunden bis zu 15 Zentimeter Neuschnee, lokal sogar bis zu 30 Zentimeter innerhalb eines Tages. Dazu kommen Schneeschauer mit rund fünf Zentimetern, lokal bis zu zehn Zentimetern.

Eisige Nächte mit Rekordkälte

Die kälteste Nacht des Winters brachte minus 24,3 Grad in Haidmühle in Niederbayern. In den kommenden Nächten sinken die Temperaturen in Alpentälern auf bis zu minus 20 Grad, in vielen anderen Orten auf minus zehn bis minus 15 Grad.

Diplom-Meteorologe Peter Hartmann vom DWD sagte BILD: «In den letzten drei Wintern hatten wir solche Wetterlagen in Deutschland nicht.» Wetterexperte Dominik Jung erklärte gegenüber BILD: «Wenn es nachts aufklart, kühlt es ordentlich ab. Dann sind Temperaturen von minus zehn bis minus 15 Grad möglich. Über Schnee können sie sogar auf minus 20 Grad sinken.»

Die polare Kaltluft aus Skandinavien hält Deutschland fest im Griff. In Bayern gilt eine amtliche Frostwarnung, in Norddeutschland drohen Wintergewitter mit Graupel und stürmischen Böen bis 70 Stundenkilometer.

Chaos auf Straßen und Schienen

Der Wintereinbruch führte zu zahlreichen Unfällen in Norddeutschland, Rheinland-Pfalz, Nordrhein-Westfalen, Mecklenburg-Vorpommern, Baden-Württemberg und Bayern. Die Deutsche Bahn meldete massive Störungen im Regionalverkehr. An den Flughäfen Düsseldorf und Dortmund kam es zu Verspätungen und zeitweisen Einstellungen des Flugbetriebs.

DWD-Meteorologin Jacqueline Kernn warnt: «Der Winter ist gekommen, um zu bleiben.» Sie rät Autofahrern zur Vorsicht: «Wenn es schneit, sind die Straßen auch glatt.»

Viele Familien kehren gerade aus den Weihnachtsferien zurück – am Montag beginnt in mehreren Bundesländern wieder die Schule.

Wetterumschwung bringt neue Gefahren

Ab Donnerstag ändert sich die Lage grundlegend. Atlantische Tiefdruckausläufer verdrängen die polare Kaltluft und bringen mildere, aber stürmische Bedingungen. Meteorologe Markus Übel vom DWD prognostiziert: «Ein erstes Frontensystem erreicht uns schon am Donnerstag mit Schneefällen, die ganz im Westen schon in Schneeregen übergehen können.»

Die Temperaturen steigen im Westen auf bis zu vier Grad, am Freitag sogar auf bis zu sieben Grad. Wetterexperte Karsten Brandt warnt gegenüber BILD vor einer neuen Gefahr: «Ab Mittwoch, spätestens Donnerstag, ist vielerorts Eisregen möglich.» Besonders Niedersachsen, Hamburg, Hessen, Sachsen, Bayern und Baden-Württemberg könnten von gefrierendem Regen betroffen sein.

Die milderen Temperaturen am Wochenende läuten das Ende der Schneepracht ein. Übel: «Dann dürfte es dem Schnee wieder an den Kragen gehen.» Bis dahin können Wintersportler noch rodeln und Ski fahren – die Schneedecke hält sich bei den frostigen Temperaturen.







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