Direkt zum Hauptbereich

Sternschnuppen-Ströme und Finsternisse: Das erwartet dich 2025 am Nachthimmel

Das neue Jahr beschert Sternfreunden vier Finsternisse: zwei partielle Sonnenfinsternisse und zwei totale Mondfinsternisse. Die totale Mondfinsternis vom 14. März kann in der ersten, noch partiellen Phase in den frühen Morgenstunden verfolgt werden. Die partielle Sonnenfinsternis vom 29. März ist in den Vormittagsstunden in Mitteleuropa beobachtbar.

In den Abendstunden in Mitteleuropa zu verfolgen ist die totale Mondfinsternis vom 7. September, wobei der Mond an den meisten Orten in Mitteleuropa bereits verfinstert aufgeht. Die partielle Sonnenfinsternis vom 21. September wiederum bleibt auf der gesamten Nordhalbkugel der Erde unbeobachtbar. Sie ist sichtbar im Südpazifik, von der Antarktis und von Neuseeland aus.

Brandenburg, Petersdorf: Ein Teil der Milchstraße ist am Nachthimmel zu sehen. Archivfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Brandenburg, Petersdorf: Ein Teil der Milchstraße ist am Nachthimmel zu sehen. Archivfoto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa

Helle Planeten – mit Jupiter als Glanzpunkt

Am Nachmittag des 4. Januar eilt die Erde durch ihren sonnennächsten Bahnpunkt, wobei sie 147.105.780 Kilometer vom Tagesgestirn trennen. Das Sonnenlicht erreicht uns dabei nach acht Minuten und zehn Sekunden.

Der Abendhimmel wird zu Jahresbeginn von vier hellen Planeten beherrscht: Venus eröffnet den Jahresreigen als strahlender Abendstern. Man sieht sie im Südwesten bald nach Sonnenuntergang. Neben ihr ist Saturn zu erkennen. Der Ringplanet wird am 4. Januar gegen 18.30 Uhr vom zunehmenden Mond bedeckt, der eine schmale Sichel zeigt.

Jupiter ist Glanzpunkt des Abendhimmels. Der helle Riesenplanet steht abends hoch im Süden. Damit sind die beiden hellsten Planeten – Venus und Jupiter – am irdischen Firmament vertreten. Auch Mars dominiert als strahlend heller, rötlich-gelber Planet zu Jahresbeginn den Nachthimmel. Er steht nahe den beiden Hauptsternen der Zwillinge Kastor und Pollux.

Der winterliche Sternenhimmel

Zu Jahresbeginn bietet der winterliche Nachthimmel aber nicht nur helle Planeten, sondern ist auch besonders reich an hellen Sternen. Der hellste Fixstern am irdischen Firmament, Sirius im Großen Hund, flackert in einem bläulich-weißen Licht halbhoch im Südosten. Orion mit dem rötlichen Schulterstern Beteigeuze und dem Fußstern Rigel ist im Süden zu sehen. Die leuchtkräftigen Sterne Sirius, Prokyon, Kastor, Kapella, Aldebaran und Rigel bilden das Wintersechseck, das leicht am Sternenhimmel auszumachen ist.

Hoch über uns steht im Januar die gelbliche Kapella, Hauptstern im Fuhrmann. Aldebaran, das rötliche Stierauge, zieht im Südwesten die Blicke auf sich. Am Osthimmel erkennt man die Zwillinge mit ihren hellen Sternen Kastor und Pollux. Dem Großen Hund folgt der Kleine Hund mit seinem gelblichen Hauptstern Prokyon. Tief am Osthimmel nimmt der Löwe seinen Platz ein. Er ist eben aufgegangen – und deutet schon mal den kommenden Frühling an.

Der Wechsel der Jahreszeiten

Der astronomische Frühling hält seinen Einzug am 20. März, wenn die Sonne den Himmelsäquator in nördlicher Richtung überschreitet. Es tritt die Frühlings-Tagundnachtgleiche ein. Den Gipfel ihrer Jahresbahn erklimmt die Sonne zu Sommerbeginn am 21. Juni. Am Abend des 3. Juli passiert die Erde den sonnenfernsten Punkt ihrer elliptischen Bahn. Sie ist dann 152.089.849 Kilometer entfernt und das Sonnenlicht ist 17 Sekunden länger zu uns unterwegs als Anfang Januar.

Der astronomische Herbst beginnt am 22. September mit dem Wechsel der Sonne auf die südliche Himmelssphäre. Zu Winterbeginn am 21. Dezember nimmt die Sonne ihren Jahrestiefststand ein, wir erleben die längste Nacht des Jahres.

Merkur, Venus und Mars im Jahresverlauf

Und wie sieht es bei den Planeten im Jahresverlauf aus? Schwierig zu beobachten ist Merkur, der sonnennächste und kleinste der acht Planeten unseres Sonnensystems: Von der Erde aus betrachtet befindet er sich stets in der Nähe der Sonne. Nur wenige Tage im Jahr zeigt er sich, entweder in der Abenddämmerung nach Sonnenuntergang tief im Westen oder morgens vor Sonnenaufgang knapp über dem Osthorizont.

Von Mitteleuropa aus kann man Merkur in diesem Jahr im ersten Märzdrittel in der Abenddämmerung tief am Südwesthimmel erspähen. Mitte Juni bietet er eine bescheidene, kurze Abendsichtbarkeit. In der zweiten Augusthälfte und in der ersten Dezemberhälfte ist Merkur am Morgenhimmel sichtbar.

Venus wiederum ist von Jahresbeginn bis Mitte März Abendstern. Am 14. Februar strahlt sie in maximalem Glanz am Abendhimmel – nur noch Sonne und Mond sind heller als Venus. Von April bis Jahresende ist sie Morgenstern. Am 27. April erreicht sie ihren größten Glanz am Morgenhimmel.

Unser Nachbar Mars erreicht am 12. Januar mit 96 Millionen Kilometer seine geringste Entfernung von der Erde. Der Rote Planet ist dann die ganze Nacht über sichtbar. In den Monaten darauf zieht er sich vom Morgenhimmel zurück. Bis Sommerbeginn ist er mit abnehmender Helligkeit noch am Abendhimmel vertreten. Im Fernglas oder Teleskop kann man ihn noch bis Anfang August erkennen.

Jupiter kann bis Ende Mai am Abendhimmel gesehen werden. Gegen Mitte Juli taucht der Riesenplanet am Morgenhimmel auf. Bis Jahresende wird er zum Planeten der gesamten Nacht. Saturn hingegen erscheint Mitte Mai am Morgenhimmel, später ist der Ringplanet bis Ende Dezember am Abendhimmel vertreten. Der Ring des Saturn ist relativ zu seinem Durchmesser das dünnste Gebilde im Sonnensystem und setzt sich aus unzähligen Partikeln zusammen, die als Minimonde um den Saturn kreisen.

Wann die meisten Sternschnuppen zu sehen sind

Nicht fehlen dürfen im Jahresverlauf die Sternschnuppen-Nächte. Los geht es schon in der ersten Woche des Jahres mit den Quadrantiden. In der Zeit vom 16. bis 24. April werden die Lyriden aktiv. Das Maximum am 22. April ist allerdings nicht sehr auffallend: Rund zehn bis zwanzig Meteore, darunter einige helle Exemplare, leuchten dann pro Stunde auf.

Der aktivste Meteorstrom des Jahres macht sich in der zweiten Augustwoche bemerkbar: die Perseïden. Zu sehen sind erste Exemplare schon in den Tagen davor. Typischerweise treten auch helle Meteore, sogenannte Boliden oder Feuerkugeln, auf. Vom 13. bis 30. November schließlich sind am Morgenhimmel die Leoniden zu sehen. Quelle: dpa








JZ-App
Vorlesen lassen

Kommentare

Beliebte Beiträge

MWC 2026: Wenn das Smartphone zur Rolle wird und Roboter tanzen

Während die Weltpolitik den Atem anhält, zeigt Barcelona heute am 3. März 2026 , dass die technologische Entwicklung kein Halten kennt. Der Abschied vom Knick: Die Ära der "Rollables" Das große Thema dieses Jahr ist nicht mehr nur das Falten, sondern das Rollen . Motorola & Samsung: Beide Giganten haben heute Prototypen gezeigt, bei denen das Display per Motor aus dem Gehäuse fährt. Der Vorteil: Keine nervige Falte mehr in der Mitte! Das Display rollt sich wie eine antike Pergamentrolle im Inneren auf. Das Gerät bleibt kompakt wie ein normales Handy, wird aber auf Knopfdruck zum 8-Zoll-Tablet. Ein Rollable Laptop von Lenovo. Sieht so die Zukunft aus? Haltbarkeit: Samsung behauptet, die Mechanik halte nun über 300.000 Rollvorgänge aus – das reicht locker für mehrere Jahre. Motorola "Razr Fold": Der neue Endgegner für Samsung Motorola hat heute alle Details zum Razr Fold bestätigt, und das Teil ist eine Ansage an das Galaxy Z Fold 7: Helligkeit: Unfassbare 6....

Die Weltwirtschaft am Abgrund: Was die Hormus-Blockade wirklich kostet

Die Straße von Hormus ist zu und das ist kein kleines Problem, sondern ein wirtschaftlicher Flächenbrand.  Die Zahlen der Krise: Der tägliche Preis: Experten sprechen von Kosten in zweistelliger Millionenhöhe pro Tag , allein durch explodierende Versicherungsprämien für Tanker und Zusatzkosten durch Umwege. Die Blockade der Straße von Hormus kostet die Weltwirtschaft jeden Tag Millionen!  Der wirtschaftliche Kollaps: Das Institut der deutschen Wirtschaft warnt vor einem BIP-Verlust in Deutschland von rund 40 Milliarden Euro über die nächsten zwei Jahre, falls der Ölpreis auf einem hohen Niveau verharrt. Das Volumen: Ein Fünftel des weltweiten Öls und ein Viertel des globalen Flüssiggases (LNG) stecken fest. Über 68 Tanker liegen derzeit völlig untätig vor der Meerenge – Stillstand statt Energieversorgung. Warum trifft uns das in Deutschland? Auch wenn wir unser Öl aktuell aus anderen Quellen beziehen: Der globale Marktpreis ist eins. Steigt der Preis für Brent-Öl, steigen ...

Pixel Desktop-Modus: Wird dein Smartphone jetzt zum echten PC-Ersatz?

Es ist offiziell: Mit dem März-Update 2026 hat Google das Feature freigeschaltet, auf das viele Pixel-Nutzer seit Jahren gewartet haben. Der neue Desktop-Modus verwandelt dein Pixel-Smartphone (ab der 8. Generation) bei Anschluss an einen externen Monitor in eine waschechte Produktivitätsmaschine. Was steckt wirklich unter der Haube? Das Update basiert auf dem neuen Jetpack WindowManager 1.5.0 , der dafür sorgt, dass Apps nicht mehr einfach nur großgezogen werden, sondern sich dynamisch an die Desktop-Umgebung anpassen. Echtes Multitasking: Du kannst endlich mehrere Fenster gleichzeitig öffnen, ihre Größe ändern und sie wie in Windows oder macOS über den Bildschirm schieben. Google Pixel Handys haben endlich einen Desktop Modus Taskleiste & Snap-Funktion: Wer Windows liebt, wird sich sofort zu Hause fühlen. Die Taskleiste am unteren Rand und das Andocken von Fenstern an die Bildschirmränder („Window Snapping“) machen das Arbeiten am großen Screen extrem effizient. Extern-Support...

Historische Wende: Der Kölner Dom kostet künftig Eintritt!

Das Domkapitel gestern auf einer Pressekonferenz das Unfassbare bestätigt: Touristen müssen ab der zweiten Jahreshälfte 2026 erstmals zahlen, um das UNESCO-Weltkulturerbe von innen zu sehen. Warum jetzt die Kehrtwende? Finanzielle Not: Der Unterhalt des Doms verschlingt unfassbare 16 Millionen Euro pro Jahr;  das sind etwa 44.000 Euro jeden Tag . Reserven aufgebraucht: Seit 2019 hat der Dom jedes Jahr ein Minus gemacht.Die Rücklagen sind nun schlichtweg am Ende, und das Erzbistum hat die Zuschüsse eingefroren. Das Ende einer Ära in Köln! Ab Mitte 2026 kostet der Besuch im Dom für Touristen erstmals Eintritt. Wer muss zahlen – und wer nicht? Touristen: Wer nur zum Schauen kommt, wird zur Kasse gebeten. Die genaue Höhe der „Besichtigungsgebühr“ steht noch nicht fest, aber die Entscheidung ist gefallen. Gläubige: Wer zum Beten , für einen Gottesdienst oder zum Anzünden eines Opferlichts kommt, hat weiterhin freien Eintritt . Es soll spezielle Bereiche für das stille Gebet geben,...

Das iPhone 17e: Flaggschiff-Power zum Sparpreis?

Apple nennt es das günstigste iPhone mit voller Apple Intelligence -Unterstützung. Während das Design vertraut bleibt, hat sich unter der Haube massiv was getan: Der Chip-Hammer: Im Inneren werkelt der brandneue A19-Chip (mit 4-core GPU), genau wie im normalen iPhone 17. Das bedeutet brachiale Leistung für Gaming und KI, die man in dieser Preisklasse sonst nicht findet. Apples iPhone 17e Endlich MagSafe: Das iPhone 16e wurde noch für das fehlende MagSafe kritisiert – Apple hat zugehört. Das 17e unterstützt jetzt volles MagSafe-Laden und Qi2 mit bis zu 15W . Speicher-Upgrade: Der Einstiegspreis bleibt stabil bei 599 $ (in Deutschland ab ca. 700 €), aber Apple verdoppelt den Basisspeicher von 128 GB auf satte  256 GB . Display & Design: Es bleibt bei handlichen 6,1 Zoll . Während einige auf die Dynamic Island gehofft hatten, bleibt Apple bei der klassischen Notch , um den Preis niedrig zu halten. Auch die Bildwiederholrate ist weiterhin auf 60 Hz begrenzt. Kamera: Die 4...