Direkt zum Hauptbereich

Kunden empören sich über neue Netflix-Oberfläche

Mit einer neuen Oberfläche hat Netflix Abonnenten gegen sich aufgebracht.

"Warum zum Teufel ist alles so groß?", fragen sich Netflix-Abonnenten bei Reddit und X und erhalten keine Antwort. Netflix hat seine App überarbeitet, doch die Neugestaltung der Oberfläche kommt bei Abonnenten nicht gut an. In dem Reddit-Thread findet sich niemand, der die neu gestaltete Netflix-Oberfläche als Gewinn ansieht.

Einhellig wird kritisiert, dass die Icons mit den Covern von Filmen und Serien viel zu groß geworden sind. Das führt laut den Kommentatoren dazu, dass die Übersichtlichkeit rapide abnimmt. Beim Durchstöbern des Katalogs seien viel weniger Inhalte auf dem Bildschirm zu sehen als bei der alten Oberfläche, heißt es einhellig.

Quelle: Netflix

Abonnenten sähen nach dem Start der Netflix-App nur noch ein großes Icon mit einem Titel, der dann auch noch automatisch abgespielt wird. Es lässt sich derzeit nicht eindeutig klären, ob sich diese automatische Wiedergabe abschalten lässt. Abonnenten bemängeln, dass die App für Smart-TVs und Streaminggeräte keinerlei Einstellungen mehr bietet.

Nicht nur übergroße Icons nerven die Kunden

Viele vermissen die Rubriken "Neu und beliebt" sowie "Kürzlich hinzugefügt" auf dem Startbildschirm. Diese Rubriken soll es wohl weiterhin geben, sie sollen in den Rubriken "Filme und Serien" enthalten sein. Das deutet darauf hin, dass Netflix seinen Abonnenten keine Anleitung dazu gegeben hat, wie sich die neue Oberfläche nutzen lässt.

Dieser Trend ist in der IT-Welt derzeit üblich: Kunden eine neue Oberfläche eines Dienstes oder eines Programms vorzusetzen und dann zu erwarten, dass diese sich ohne eine Unterstützung damit zurechtfinden. Mitunter müssen bisher genutzte Funktionen erst wieder mühsam gesucht werden.

Kunden starten Petition

Nach Angaben bei Reddit reagierten Abonnenten auf die neue Oberfläche, indem sie ihr Netflixabo kündigten. Damit wollen sie ihren Protest zum Ausdruck bringen. Bisher wurde die neue Oberfläche noch nicht an alle Kunden verteilt, daher kann Golem.de sie nicht selbst ausprobieren. Netflix wollte die neue Oberfläche zunächst testen und nur dann an mehr Kunden ausspielen, wenn die Änderungen akzeptiert werden.

Mit einer Petition wollen Netflix-Abonnenten den Anbieter dazu bringen, die Änderungen allesamt rückgängig zu machen und der Kundschaft wieder die alte Oberfläche zur Verfügung zu stellen. Laut der Petition hatten Abonnenten in der alten Oberfläche einen Überblick über mindestens 20 Titel – jetzt sind maximal vier Icons zu sehen. Bis Redaktionsschluss wurde die Petition allerdings nur von fünf Personen unterzeichnet.

Netflix-Kunden wünschen sich bessere Merkliste

In dem Reddit-Thread wünschen sich Abonnenten, dass die eigene Merkliste endlich nicht mehr nach einem von Netflix erdachten Zufallsprinzip sortiert wird. Diese Forderung ist nicht Teil der Petition gegen die neue Oberfläche. Seit einem Jahr gestattet Netflix lediglich auf Smartphones und Tablets, dass Abonnenten die Merkliste selbst sortieren dürfen. Darauf hatten Abonnenten seit den Anfangstagen von Netflix vor 17 Jahren gewartet.

In der Netflix-App auf Smart-TVs und Streaminggeräten warten Abonnenten weiterhin auf eine solche Funktion. Falls Netflix diese Möglichkeit irgendwann mal anbieten sollte, wäre es hilfreich, wenn sich die App die Sortierung der Kunden merken würde. Auf Smartphones und Tablets wird standardmäßig die komplett willkürliche Sortierung von Netflix gewählt und Abonnenten müssen das immer wieder ändern, wenn sie etwa eine manuelle Sortierung wünschen.

Im Markt für Streamingabos ist Netflix in Deutschland der einzige Anbieter mit einer Merklisten-Funktion, der regelmäßig die Sortierung der Merkliste der Kunden ändert. Andere Anbieter wie Disney+ oder Paramount+ nutzen eine Merkliste, bei der neue Einträge ganz oben auf der Liste zu finden sind. Quelle: golem




JZ-App
Vorlesen lassen

Kommentare

Beliebte Beiträge

Chinesische Autobauer verdoppeln Europa-Absatz – Plug-in-Hybride explodieren um 600 Prozent

Chinesische Autohersteller haben ihre Verkäufe in Europa 2025 nahezu verdoppelt – während der Gesamtmarkt nur um zwei Prozent wuchs. Der Erfolg basiert vor allem auf Plug-in-Hybriden, deren Absatz bei chinesischen Marken um mehr als 600 Prozent explodierte, wie aus Daten des Branchendienstes Dataforce hervorgeht. Der chinesische Hersteller BYD verkaufte in der EU 128.827 Fahrzeuge und verzeichnete damit mehr als eine Verdreifachung seiner Absätze. Zum Vergleich: Tesla musste einen Rückgang von fast 38 Prozent auf 150.504 Neuzulassungen hinnehmen. Insgesamt wurden in der Europäischen Union 10,8 Millionen Pkw neu zugelassen, ein Plus von 1,8 Prozent gegenüber 2024, wie der Branchenverband Acea mitteilte. Die chinesischen Hersteller konzentrieren sich strategisch auf Plug-in-Hybride – entgegen den lange gehegten EU-Befürchtungen, wonach vor allem reine Elektroautos aus China den Markt erobern würden. Deutsche Hersteller mit gemischter Bilanz Der Volkswagen-Konzern steigerte seine Verkäufe...

iOS 27: Diese KI-Features könnten bald auf dein iPhone kommen

In wenigen Monaten soll Apple die Beta von iOS 27 vorstellen. Von KI-Updates für den Kalender und die Gesundheits-App, Verbesserungen für Siri bis zu 5G-Satelliteninternet: Das sind laut Gerüchten die Features, die mit dem neuen Betriebssystem aufs iPhone kommen könnten. Im Juni dieses Jahres soll die Beta von  iOS  27 kommen. Schon jetzt kursieren Gerüchte, welche Features mit dem Update aufs  iPhone  kommen könnten. Die normalerweise gut informierte US-Newswebsite   MacRumors hat sie gesammelt . KI-Update für Kalender und Gesundheits-App Die meisten Neuerungen sollen, wenig überraschend, die Implementierung von Künstlicher Intelligenz betreffen. Dabei greift Apple im Rahmen einer Kooperation mit Google auf deren KI-Assistenten Gemini zurück. Wie Mark Gurman von Bloomberg schon im Sommer 2025 bei X postete, soll die Kalender-App des iPhone ein KI-gestütztes Makeover bekommen. Wie genau dies aussieht, ist noch nicht an die Öffentlichkeit...

Bluetooth-Tracker AirTag 2: Apple verspricht bessere Ortung und lauteren Ton

Apple hat einen Nachfolger für den AirTag vorgestellt. Das Ortungsgerät bietet eine größere Reichweite und einen deutlich lauteren Lautsprecher. Der Preis bleibt unverändert. Knapp fünf Jahre nach Einführung des ersten Modells bringt Apple eine überarbeitete Version seines Bluetooth-Trackers auf den Markt. Das Unternehmen bezeichnet das Produkt offiziell als “neuer AirTag“, womit der faktische Nachfolger des ursprünglichen AirTag gemeint ist. Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation Die große Neuerung stellt der Ultrabreitband-Chip der zweiten Generation dar. Diese Hardware findet sich bereits in aktuellen Apple-Geräten wie dem iPhone 17, iPhone Air sowie den Smartwatch-Modellen Apple Watch Ultra 3 und Series 11. Die Precision-Finding-Funktion arbeitet laut Hersteller nun aus 50 Prozent größerer Distanz als zuvor. Diese Funktion leitet Anwender über haptisches, visuelles und akustisches Feedback zum gesuchten Gegenstand. Zusätzlich erhöht ein aktualisierter Bluetooth-Chip di...

Samsung hat beim Galaxy S26 Ultra mehr zu bieten als zunächst gedacht

Ein neues Leak stellt die Gerüchte um das Galaxy S26 Ultra auf den Kopf und verspricht eine deutlich größere Auswahl. Gerade als sich die Gerüchteküche auf vier Farben für das kommende Samsung Galaxy S26 Ultra eingependelt hatte, bringt eine neue Information alles durcheinander. Der bekannte Leaker Evan Blass berichtet nun von einer deutlich größeren Auswahl und stellt damit frühere Annahmen in den Schatten. Samsung könnte sein nächstes Flaggschiff also in einer breiteren Palette anbieten, als bisher angenommen wurde. Sechs statt vier Farben für das Samsung Galaxy S26 Ultra erwartet Statt der bisher vermuteten vier Varianten nennt Blass insgesamt sechs mögliche Ausführungen. Zu den Optionen sollen neben klassischem Schwarz und Weiß auch „Silver Shadow“, „Sky Blue“, „Cobalt Violet“ und „Pink Gold“ gehören. Das wäre eine bemerkenswerte Erweiterung und ein klares Signal für mehr Vielfalt in der sonst oft farblich zurückhaltenden Ultra-Reihe. Der Widerspruch zwischen den...

'Gehirne nicht verkäuflich': Macron will Social Media für unter 15-Jährige verbieten

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron drängt auf ein rasches Verbot von Social Media für Kinder unter 15 Jahren. Er hat sein Kabinett angewiesen, ein beschleunigtes Gesetzgebungsverfahren einzuleiten, damit die Regelung bereits im September zum Start des neuen Schuljahres in Kraft treten kann. Das Parlament prüft die Gesetzesvorlage am Montag in öffentlicher Sitzung. Der französische Sender BFM-TV veröffentlichte am späten Samstagabend ein Video, in dem sich Macron unmissverständlich äußerte: «Die Gehirne unserer Kinder und Jugendlichen sind nicht verkäuflich.» Er fügte hinzu: «Die Emotionen unserer Kinder und Jugendlichen sind nicht verkäuflich oder manipulierbar. Weder von amerikanischen Plattformen noch von chinesischen Algorithmen.» Was geplant ist Das Verbot umfasst nicht nur Social Media für unter 15-Jährige. Macron kündigte in einem Video an die Abgeordnete Laure Miller an, wie die Nachrichtenagentur AP berichtete: «Wir verbieten soziale Medien für unter 15-Jährige, und wir werd...