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Samsung Galaxy Z Fold 8: Das faltbare iPhone, das es noch gar nicht gibt

Das Galaxy Z Fold 8 Ultra ist 4 Millimeter dünn im geöffneten Zustand. Knapp unter 10 Millimeter geschlossen. Fast quadratisches 4:3-Innendisplay, das sich wie ein kleines Tablet anfühlt. Breites Außendisplay, eher Notizblock als Fernbedienungs-Look. 5.000 mAh Akku.

JZ-Überblick (Kurz und knackig - mit KI):
  • Samsung splittet seine Fold‑Serie: Galaxy Z Fold 8 und Galaxy Z Fold 8 Ultra verfolgen klar unterschiedliche Konzepte.
  • Fold 8: extrem dünn, größerer Akku (5.000 mAh), fast quadratisches Innendisplay, wirkt wie das „faltbare iPhone“, das Apple erst noch vorstellen wird.
  • Fold 8 Ultra: klassischer, etwas dickeres Foldable mit Triple‑Kamera und alltagstauglichem Formfaktor.
  • Unpacked‑Event: 22. Juli 2026, Vorbestellungen laufen
  • Strategie: Samsung definiert den Fold‑Formfaktor vor Apple, und testet, wie sich ein Mini‑Tablet‑Foldable im Alltag anfühlt.
Nahaufnahme eines gefalteten Smartphones; sichtbar sind der Metallrahmen, die Scharniermechanik sowie der USB‑C‑Port und Lautsprecheröffnungen an der Unterseite.
Feinschliff am Scharnier: Das neue Fold‑Design zeigt eine überarbeitete Unterseite mit USB‑C‑Port und optimierter Hinge‑Mechanik.


Jetzt die Leaks zum iPhone Fold Ultra: breites Außendisplay, fast quadratisches Innendisplay, extrem dünn, großer Akku. Ein Gerät, das im Alltag eher Tablet mit Telefonfunktion ist als Smartphone mit Tablet-Option.

Die Übereinstimmung ist zu präzise, um Zufall zu sein. Samsung weiß, was Apple baut. Apple weiß, was Samsung baut. Und jetzt steht Samsung mit einem Gerät auf dem Markt, das den Formfaktor definiert, den Apple im Herbst einführen wird.

Das ist keine Neuheit als Strategie. Samsung hat das mit dem Finger-Scrolling gemacht, mit großen Displays, mit dem Bleistift am Tablet. Apple kommt später, macht es besser bekannt, und die Geschichte wird erzählt, als hätte Apple es erfunden. Samsung ist der ewige zweite Name in diesen Erzählungen, obwohl es oft der erste war.

Mit dem Fold 8 Ultra versucht Samsung diesmal, das Narrativ zu behalten.

Zum ersten Mal hat Samsung die Fold-Serie gesplittet. Fold 8 und Fold 8 Ultra existieren gleichzeitig, aber sie erzählen verschiedene Geschichten. Das Fold 8 ist das evolutionäre Gerät: klassischer Foldable-Formfaktor, 7,6-Zoll-Innendisplay im vertrauten Fold-Layout, Triple-Kamera, solider Akku. Für Menschen, die ein Foldable wollen, ohne ihr Nutzungsverhalten komplett zu ändern. Ein Gerät, das sich traut, bekannt zu sein.

Das Fold 8 Ultra ist das Statement. Extrem dünn, fast quadratisches Display, 5.000 mAh Akku – ein Gerät, das im Alltag mehr nach Mini-Tablet riecht als nach Smartphone. Für Early Adopter, für Menschen, die sehen wollen, wohin der Formfaktor sich entwickelt. Für Menschen, die wissen wollen, wie sich ein faltbares iPhone anfühlen könnte, bevor Apple es gebaut hat.

Das Unpacked-Event war am 22. Juli. Vorbestellungen sind möglich. Marktstart Anfang August, global gestaffelt. Das ist bewusst: Zwei Monate, bevor Apple im Herbst auf der Bühne steht, liegt Samsungs Version bereits in den Händen der Käufer.

Wer das Fold 8 Ultra kauft, hat bis September ein Gerät, an das er gewöhnt ist. Er hat eine Meinung zum Formfaktor entwickelt. Er weiß, ob das quadratische Display im Alltag funktioniert, ob die Dünne sich gut anfühlt, ob der Akku hält. Wenn Apple kommt und dasselbe Formfaktor-Konzept mit iOS vorstellt, hat der Fold-8-Ultra-Besitzer bereits eine Referenz. Entweder er wechselt, weil iOS überzeugender ist. Oder er bleibt, weil Samsung den Formfaktor schon gut umgesetzt hat.

Samsung kann mit diesem Ausgang leben. Apple nicht so leicht.

Was noch fehlt in diesem Bild, ist die Frage, die Samsung nicht beantworten kann: Was macht den Formfaktor überzeugend? Nicht die Hardware. Die Hardware ist bei beiden gut genug. Es ist die Software, die Ökosystem-Integration, die Geschichte, die ein Gerät erzählt, wenn man es in der Hand hält.

Samsung hat Android, One UI, und eine Foldable-Software-Erfahrung, die sich über Jahre entwickelt hat. Die Multitasking-Funktionen sind ausgereift, die App-Kompatibilität hat sich verbessert, die Halbgeöffnet-Modus-Funktionen sind clever. Das ist alles real. Es ist aber auch immer noch Android auf einem Foldable – mit allen Konsequenzen, die das für App-Optimierung und Konsistenz der Nutzererfahrung hat.

Apple wird mit iOS Fold eine Software-Umgebung schaffen, die von Anfang an für genau diesen Formfaktor gebaut ist. Kein Foldable-Modus über einer Smartphone-Basis. Ein System, das das quadratische Display als native Ausgabe behandelt. Das ist Apples traditionelle Stärke: der Zeitvorteil liegt bei Samsung, die Integration bei Apple.

Preislich liegt das Fold 8 Ultra über dem Fold 8 – klar getrennte Segmente, verschiedene Zielgruppen. Das macht die Produktfamilie übersichtlicher als frühere Fold-Generationen, in denen Speichervarianten die einzige Differenzierung waren.

Was diese Splittung auch zeigt: Samsung hat gelernt. Die frühe Fold-Linie war ein Experiment, das vieles ausprobiert hat und dabei auch vieles falsch gemacht hat. Display-Falten, die zu sehen waren. Scharniere, die nicht hielten. Software, die nicht wusste, was sie mit dem Format anfangen soll. Das ist vorbei. Das Fold 8 Ultra ist ein ausgereiftes Produkt, das einen klaren Standpunkt hat.

Die spannendste Frage dieses Herbstes ist deshalb weniger, welches Gerät besser ist. Es ist, welche Geschichte überzeugender erzählt wird. Samsung hat den Formfaktor. Apple hat das Ökosystem. Wer in zehn Jahren die Foldable-Kategorie dominiert, hängt davon ab, welcher Faktor mehr zählt.

Das Fold 8 Ultra ist die erste Hälfte der Antwort.

Herbst 2026 ist die zweite.






Kommentar: Jonas
Bildquelle: Thai Nguyen auf Unsplash
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