Eigentlich war Hubble kaputt. Nicht dramatisch kaputt, nicht "Hollywood-Kaputt" mit Explosionen, Action und Panik im Kontrollzentrum, sondern leise, technisch, frustrierend, bisschen kaputt. Ein defektes Gyroskop. Und weil das Teleskop nun nur noch mit einem einzigen funktionierenden arbeitet, war ihr eigentlicher Zielkomet plötzlich nicht mehr ansteuerbar. Das Team um Professor Dennis Bodewits von der Auburn University musste kurzfristig umdisponieren. Die Wahl fiel auf Komet K1. Normaler Job, dachten sie. Routinebeobachtung. Sie lagen falsch. Zum Glück passierte der Fehler. Als John Noonan sich am Tag nach den Aufnahmen die Bilder ansah, saß er eine Weile still. Auf den Aufnahmen vom 8. bis 10. November 2025 waren vier Kometen zu sehen. Dabei hatte es einen gegeben. K1 hatte seinen sonnennächsten Punkt bereits im Oktober passiert – näher als die Merkurbahn, extremer Hitze und Gravitationskräften ausgesetzt. Er hatte das überlebt. Scheinbar. Ungefähr acht Tage vor den A...