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Teurer Irrweg oder Frage der Fairness? Warum die abschlagsfreie Frührente Deutschland spaltet

Rund 250.000 bis 280.000 Menschen gehen jedes Jahr über die abschlagsfreie Frührente in Ruhestand. Wer mindestens 45 Beitragsjahre hat, kann zwei Jahre vor der Regelaltersgrenze aufhören, ohne Abzüge. Das ist das Versprechen, das irgendwann „Rente mit 63" hieß und heute faktisch eher „Rente mit 64" ist, weil die Regelaltersgrenze gestiegen ist und weiter steigt. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Arbeitgeber nennen die abschlagsfreie Frührente einen „teuren Irrweg“ und fordern ihre Abschaffung. Eine DIW‑Studie im Auftrag der Bertelsmann Stiftung sieht Einsparpotenzial von rund 9,5 Milliarden Euro pro Rentnerjahrgang . Zusätzlich könnten rund 125.000 Vollzeitkräfte länger im Job bleiben : wichtig im Fachkräftemangel. OECD und Ökonomen drängen generell auf längeres Arbeiten und weniger Frühverrentungsanreize . Gewerkschaften und SPD warnen vor Härtefällen für Menschen in belastenden Berufen und sprechen von einer Gerechtigkeitsfrage. Rentenpolitik im Fokus: Arbeitgeber forder...

Rente mit 70: Kommission dementiert fertigen Beschluss

Irgendwann in den 2060er-Jahren soll das reguläre Renteneintrittsalter 70 betragen. So lautet der Bericht, der die Debatte ausgelöst hat. Schrittweise: 68 in den 2040ern, 69 in den 2050ern, 70 Anfang der 2060er. Betroffen wären vor allem die nach 1990 Geborenen: also alle, die heute dreißig sind oder jünger. Parallel ist von einer möglichen Absenkung des Rentenniveaus von 48 auf 46 Prozent die Rede. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Rente mit 70 als Szenario: Ein Medienbericht nennt eine Empfehlung der Rentenkommission, das Rentenalter schrittweise von 67 auf 70 anzuheben. Betroffen wären vor allem Jüngere: Jahrgänge ab etwa 1990 würden regulär erst mit 70 in Rente gehen: voll greifen soll das ab den 2060er‑Jahren. Kommission dementiert „Beschluss“: Mitglieder sprechen von Szenarien, nicht von fertigen Empfehlungen; der Abschlussbericht steht noch aus. Grundproblem bleibt: Demografie, Boomer‑Ruhestand und steigende Kosten setzen die Rentenkasse massiv unter Druck. Politische Sprengk...

Renten-Beben: Merz verteidigt Basisabsicherung gegen heftige Kritik

Friedrich Merz hat vor dem Bankenverband geredet. Das ist sein Publikum, sein Milieu, der Raum, in dem er sich wohl fühlt. Und dort hat er gesagt, die gesetzliche Rente werde künftig „allenfalls noch die Basisabsicherung" darstellen. Wer mehr wolle, müsse privat vorsorgen, betrieblich, kapitalgedeckt. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Merz bezeichnet die gesetzliche Rente als „künftige Basisabsicherung“: Kritik folgt sofort. SPD, IG Metall und Opposition warnen vor Verunsicherung und möglicher Altersarmut. Merz bestreitet Kürzungsabsichten und spricht von notwendigem Ausbau privater Vorsorge. Auch aus der Union kommt Kritik an seiner Kommunikation. Hintergrund: laufende Rentenkommission und Reformdruck im Alterssicherungssystem. Rentenstreit spitzt sich zu: Merz weist Vorwürfe zurück, er plane Kürzungen bei der gesetzlichen Rente. Was er sagen wollte, ist vermutlich das, was Ökonomen seit Jahren sagen: Das Umlagesystem stößt an Grenzen, die Demografie macht keine Ausnahmen, und wer...