- Für das Galaxy Z Fold 8, Galaxy Z Fold 8 Ultra, Galaxy Z Flip 8, Galaxy Watch 9 und Galaxy Watch Ultra 2 sind konkrete Euro‑Preise geleakt.
- Das Fold‑Lineup wird gesplittet: ein breiteres Fold 8 ab 1.999 Euro, ein schmaleres Fold 8 Ultra ab 2.199 Euro. Das Flip 8 wird spürbar teurer: ab 1.299 Euro (256 GB).
- Die neuen Smartwatches steigen ebenfalls im Preis und rücken näher an Apple heran.
- Samsung bestätigt das Unpacked‑Event am 22. Juli 2026 in London, die Leaks kommen also exakt im üblichen Zeitfenster.Analysten sehen die Preiserhöhungen als Folge von
- Titan‑Materialien, größeren Speicheroptionen, KI‑Boom, gestiegenen Rohstoffpreisen und der Galaxy‑AI‑Strategie.
Das sind Zahlen, die Foldable-Interessierte kennen, nur eine Stufe höher als zuvor.
Was neu ist an dieser Generation, ist nicht die Preissteigerung selbst, sondern die Segmentierung. Samsung bringt erstmals zwei unterschiedliche Fold-Modelle, die sich nicht nur im Preis, sondern auch im Formfaktor unterscheiden. Fold 8 und Fold 8 Ultra sind keine Speichervarianten desselben Geräts. Sie sind zwei verschiedene Foldables, breiter vs. schmaler, günstiger vs. teurer. Das ist die S-Reihe-Logik, jetzt auf Foldables übertragen.
Warum die Preise steigen, lässt sich auf mehrere Faktoren aufteilen, die alle real sind. Titan-Rahmen beim Ultra und der Watch Ultra 2 kosten mehr in der Herstellung als Aluminium. Das überarbeitete Scharnier ist aufwendiger. Größerer und schnellerer Speicher ist teuer, weil der KI-Boom die Chipnachfrage treibt, dasselbe Phänomen, das Apple für das iPhone 18 höhere Preise ankündigt. Und Samsung investiert in Galaxy AI als Kernfunktion: KI-Kameraoptimierungen, Live-Übersetzungen, On-Device-Prozesse, die leistungsfähigere Hardware erfordern.
Das sind keine Scheinargumente. Es sind echte Kostentreiber, die in der Industrie jeden treffen.
Die Watch Ultra 2 bei 749 Euro ist dabei besonders interessant. Die Apple Watch Ultra 2 kostet 899 Euro. Samsung nähert sich diesem Preisniveau bewusst und signalisiert damit: Wir spielen in derselben Liga. Titan, größerer Akku, neue Sensoren, das ist das Argument. Ob es trägt, hängt davon ab, ob Galaxy AI auf der Watch ähnlich überzeugend ist wie Apple Intelligence auf der Apple Watch. Das ist eine offene Frage bis zum 22. Juli.
Beim Flip 8 ist der Aufschlag am deutlichsten kommuniziert: rund 100 Euro mehr als der Flip 7. Das ist moderat für ein Gerät, das im Vergleich zu Bar-Smartphones ohnehin ein Aufpreis-Segment bedient. Wer bereit ist, über 1.000 Euro für ein Klapp-Smartphone zu zahlen, zahlt wahrscheinlich auch 1.299.
Was die Leaks über Samsungs Strategie verraten, ist eine Richtungsentscheidung. Foldables sind nicht mehr die Nische, in der Samsung Technologie demonstriert. Sie sind das Prestige-Segment, in dem Samsung Margen verdienen will. Das Ultra-Modell zeigt, dass Samsung differenzieren kann, statt eine breite Mittelschicht zu bedienen, werden klare High-End-Angebote definiert.
Das ist nicht falsch als Strategie. Es hat aber eine Konsequenz, die Samsung kennt: Je teurer das Einstiegsmodell, desto enger wird die potenzielle Käufergruppe. 1.999 Euro für ein Fold-Gerät ist eine Summe, bei der viele Menschen anfangen, Alternativen zu rechnen.
Ob die Community das hinnimmt, zeigt sich nicht am 22. Juli. Es zeigt sich in den Verkaufszahlen der ersten Wochen.
Bis dahin sind es Leaks.
Gut dokumentierte, konsistent bestätigte Leaks, aber noch keine offiziellen Preise.
Das Londoner Event wird das ändern.
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