Nach Texten, Bildern und Videos erobert Gemini jetzt die Kopfhörer. Mit dem neuen Modell Lyria 3 wird der KI-Assistent zum mobilen Tonstudio. Das Besondere: Die Funktion ist ab sofort auch in Deutschland (und auf Deutsch) verfügbar. Wer bisher neidisch auf Tools wie Suno geschielt hat, bekommt die Musik-Power jetzt direkt in seiner gewohnten Gemini-Umgebung.
Wie das „Taschen-Studio“ funktioniert
Du musst kein Komponist sein, um einen Track zu basteln. Gemini bietet dir drei Wege zum eigenen Song:
Text to- Music: Du beschreibst einfach die Stimmung, das Genre oder eine Erinnerung
Image/Video-to-Music: Das ist der eigentliche Gamechanger. Du lädst ein Foto oder Video hoch (z.B. von deinem Hund), und Gemini analysiert die Ästhetik, um daraus den passenden Soundtrack inklusive Text zu komponieren.
Vollautomatik: Du musst keine Lyrics mehr schreiben. Die KI textet, arrangiert und lässt sogar virtuelle Stimmen singen.
Das Ergebnis ist ein 30-sekündiger Track, komplett mit einem passenden Album-Cover, das von der Bild-KI Nano Banana generiert wird.
Sicherheit geht vor: Das unsichtbare Siegel
Damit kein Unfug getrieben wird, setzt Google auf SynthID. Jedes Musikstück bekommt ein für Menschen unhörbares Wasserzeichen. So lässt sich jederzeit zweifelsfrei prüfen, ob ein Song echt ist oder aus der Google-Schmiede stammt. Auch Deepfakes bekannter Stars schiebt Google einen Riegel vor: Namen von Künstlern im Prompt dienen nur als Stilrichtung, die Stimme wird nicht geklont.
Meinung: Für Profi-Musiker ist das (noch) keine Konkurrenz, aber für Content-Creator ist es der Wahnsinn. Mal eben einen individuellen, lizenzfreien Beat für ein Reel oder ein Urlaubs-Video raushauen? Ohne Copyright-Stress? Super! Dass die 30 Sekunden im Jahr 2026 das Maß aller Dinge sind, zeigt aber auch, wie sehr unsere Aufmerksamkeitsspanne geschrumpft ist und wenn man sieht wie weit die KI bis jetzt schon ist, wie weit ist sie in 5-10 Jahren?
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