- Der DWD warnt ab Donnerstagnachmittag (16.07.2026) vor schweren Gewittern in großen Teilen Deutschlands: besonders im Süden, Südwesten, Norden und Nordosten.
- Nach Tagen mit starker Hitze endet die Wetterlage abrupt: Es drohen Starkregen, großer Hagel (3-5 cm), Sturmböen bis 100 km/h, lokal sogar Orkanböen um 120 km/h.
- Am Freitag sind nahezu bundesweit schwere Gewitter möglich, nur der Nordwesten bleibt weitgehend verschont.
- Ab Samstag beruhigt sich das Wetter langsam, ab Sonntag kaum noch markante Gefahren.
- Die Gewitter können lokal extrem ausfallen, mit Überflutungen, vollgelaufenen Kellern und Hagelschäden.
Was dabei konkret droht, ist regional sehr verschieden.
Im Süden und Südwesten: Baden-Württemberg, Bayern, Saarland, Teile von Rheinland-Pfalz, warnt der DWD vor Starkregen bis 40 Liter pro Quadratmeter in kurzer Zeit, Hagel von drei bis fünf Zentimetern Durchmesser, Sturmböen bis 100 Stundenkilometern und im Extremfall Orkanböen um 120. Das sind keine theoretischen Werte. Seit Montag zeigen erste Ereignisse, wozu diese Lage fähig ist: ein Downburst bei Hannover mit 105 Stundenkilometern, golfballgroßer Hagel in Heidenau mit Schäden an Autos und Gebäuden, Überflutungen in Elmshorn nach 40 bis 60 Litern Niederschlag.
Im Norden und Nordosten sind Gewitter häufiger, aber meist weniger extrem: Starkregen bis 25 bis 30 Liter, stürmische Böen, kleinkörniger Hagel. Die mittleren Landesteile kommen voraussichtlich mit lokal begrenzten Gewittern davon.
Freitag ist der kritische Tag. Landesweit schwere Gewitter, nur der Nordwesten bleibt weitgehend verschont. Die Kombination aus langsam ziehenden Zellen und wiederholter Neuauslösung kann lokal zu Regenmengen von 50 Litern und mehr führen, das ist die Menge, bei der Keller volllaufen, Straßen zu Bächen werden und Einsatzkräfte an ihre Grenzen kommen.
Ab Samstag beruhigt sich die Lage schrittweise. Südlich der Donau bleibt es noch unruhig, die Küsten bekommen Wind, ab Sonntag nur noch vereinzelte Gewitter im Norden und Osten. Ab Montag soll es für mehrere Tage keine markanten Wettergefahren mehr geben.
Was Bürgerinnen und Bürger konkret tun sollten: Autos in Garagen oder überdachten Parkplätzen schützen, soweit möglich. Keller vorbereiten, Warnmeldungen per Nina-App oder DWD-App verfolgen. Bei aktiven Unwetterwarnungen drinnen bleiben, offene Gewässer und exponierte Orte meiden. Und ernst nehmen, was der DWD warnt, diese Lage ist kein normales Sommergewitter.
Für Einsatzkräfte bedeutet das Bereitschaft: Feuerwehr, THW, Rettungsdienste rechnen mit Überflutungen, Hagelschäden, umgestürzten Bäumen, Stromausfällen.
Dass die Hitze so endet, passt zu dem, was Meteorologen seit Jahren beschreiben: Extreme folgen auf Extreme, das Wetter wechselt nicht mehr graduell, sondern mit harten Brüchen. Wochenlange Trockenheit und Rekordtemperaturen, dann Unwetter, die in Stunden mehr Wasser bringen, als der ausgetrocknete Boden aufnehmen kann.
Die Abkühlung kommt. Freitag ist der Preis dafür.
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