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Samsung erweitert One UI 8.5: AirDrop Kompatibilität und mehr AI

Es ist eine dieser Kleinigkeiten, die im Alltag erstaunlich viel ausmachen. iPhone- und Samsung-Nutzer wollen eine Datei austauschen. Was folgt, ist meistens eine unbefriedigende Suche nach dem kleinsten gemeinsamen Nenner: Sei es WhatsApp, E-Mail, irgendein Cloud-Dienst. AirDrop geht nicht. Quick Share geht nicht. Plattformgrenzen als alltägliche Reibung.

Samsung arbeitet daran, das zu ändern.


Zwei Samsung‑Smartphones liegen auf einer Holzoberfläche. Das linke Gerät zeigt den Startbildschirm mit Widgets und App‑Icons, das rechte Gerät liegt mit der Rückseite nach oben und zeigt ein blaues Gehäuse mit einer vertikal angeordneten Mehrfachkamera.
Mit One UI 8.5 erhalten S23‑, S24‑ und S25‑Modelle erstmals AirDrop‑Support und zusätzliche AI‑Features.


JZ-Überblick (Kurz und knackig):

  • AirDrop‑Kompatibilität kommt mit One UI 8.5 auf immer mehr Galaxy‑Modelle
  • Galaxy S25‑Serie erhält AirDrop‑Support in Beta 9, S23/S24 folgen in ausgewählten Regionen
  • Beta‑Phase ungewöhnlich lang: bereits neun Versionen, Beta 10 erwartet
  • Neue Kamera‑Filter, Bluetooth‑Fixes und KI‑Optimierungen
  • Finale Version von One UI 8.5 (Android 16 QPR2) wird Ende April / Anfang Mai erwartet

Mit Beta 9 von One UI 8.5 können Nutzer der Galaxy-S25-Serie erstmals AirDrop-Kompatibilität über Quick Share testen, also direkte Dateiübertragung zwischen Galaxy-Geräten und iPhone, iPad oder Mac, ohne Cloud, ohne Umweg, ohne App. Die technische Grundlage stammt von Google: Quick Share (vorher Nearby Share) wurde 2024 zum Android-Standard, 2025 kam die offizielle AirDrop-Unterstützung, zunächst auf Pixel 10- und Galaxy S26 Geräten. Mit One UI 8.5 zieht Samsung endlich ältere Modelle nach.

Konkret bedeutet das: S25, S24, Z Fold 6 und 7, Z Flip 6 und 7, alle können die Funktion in der Beta testen. Für die S23-Serie, das S23 FE und das Galaxy A36 läuft die Beta zwar ebenfalls, AirDrop ist dort aber noch nicht freigeschaltet. Wann das kommt, ist offen.

Auf der Apple-Seite muss AirDrop auf „Für alle sichtbar" stehen. Das ist eine kleine Einschränkung, Apple hat diese Einstellung in den letzten Jahren aus Datenschutzgründen zunehmend restriktiver gestaltet. Wer sie nicht aktiviert, bleibt außen vor.

Was die Beta selbst betrifft: Sie ist ungewöhnlich lang. Neun Versionen wurden bereits verteilt, Beta 10 wird erwartet, und Samsung nimmt sich offensichtlich mehr Zeit als sonst. Das ist kein schlechtes Zeichen. Die Cross-Platform-Sharing-Funktion ist technisch komplex, und ein schneller Launch mit Stabilitätsproblemen wäre das Schlechteste, was Samsung passieren könnte, genau bei dem Feature, das beweisen soll, dass Android beim Dateitransfer endlich mithalten kann. Tester beschreiben die aktuelle Beta als äußerst stabil, was dafür spricht, dass das finale Update nicht mehr weit ist. Ende April oder Anfang Mai für die S25-Serie, kurz darauf für ältere Modelle.

Beta 9 bringt neben AirDrop noch drei neue Kamerafilter: Classic Film, Pop Film, Blanc –, Bluetooth-Fixes und Optimierungen für Galaxy AI. Alles solide, nichts Überraschendes.

Was die AirDrop-Kompatibilität bedeutet, geht über das Feature selbst hinaus. Apple hat sein Ökosystem jahrelang über die Reibungslosigkeit innerhalb seiner Grenzen definiert, und über die Reibung an seinen Grenzen. AirDrop war beides: ein echtes Komfortfeature für Apple-Nutzer und gleichzeitig eine subtile Erinnerung daran, was man verliert, wenn man kein Apple-Gerät hat.

Das verschiebt sich gerade. Nicht über Nacht, aber erkennbar. Samsung und Google haben gemeinsam daran gearbeitet, Quick Share zum plattformübergreifenden Standard zu machen. Das ist strategisch schlau: Android will nicht länger das Ökosystem sein, das beim Dateitransfer erklärt werden muss.

Ob das in der Praxis so reibungslos funktioniert wie AirDrop zwischen zwei iPhones, wird sich zeigen. Versprechen sind leichter als Ausführung. Aber die Richtung ist klar. Und manchmal reicht das als Anfang.



Von: Jonas
Bildquelle: Amanz auf Unsplash
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