- One UI 8.5 bringt vier exklusive S26‑Features auf ältere Galaxy‑Modelle
- Neu: Advanced Audio Eraser, Call Screening, Creative Studio, verbesserter Photo Assist
- Einige Funktionen bleiben Ultra‑Modellen vorbehalten (S‑Pen)
- Rollout laut internen Plänen: Mai 2026, abhängig von Stabilität
- Grundlage ist ein geleakter Build für das Galaxy S24 Ultra (S928BXXU5DZD9)
Aus einem geleakten internen Test-Build für das Galaxy S24 Ultra: Firmware S928BXXU5DZD9, ausgewertet von Sammobile, geht hervor, dass One UI 8.5 mehrere dieser S26-Funktionen auf ältere Modelle bringt. Es ist kein offizieller Rollout, kein Pressetermin, kein Ankündigungsvideo. Es ist ein Build, der durchgesickert ist. Aber Samsungs interne Builds haben in der Vergangenheit selten gelogen.
Das spannendste Feature ist vermutlich Call Screening. Eine lokale KI nimmt Anrufe entgegen, fragt nach Name und Grund, liefert anschließend Audioaufnahme plus Transkript, und das alles offline, ohne Cloud-Verarbeitung. Google Pixel Nutzer kennen das seit Jahren. Für Samsung-Nutzer wäre es neu. Und wer regelmäßig unbekannte Nummern bekommt: Inkassobüros, Marktforschung, die Autowerkstatt, die man vor einem Monat angerufen hat,weiß, warum so etwas den Alltag tatsächlich verändert.
Daneben kommt der Advanced Audio Eraser. Er funktioniert systemweit in Apps wie YouTube, Instagram oder Netflix, filtert Hintergrundgeräusche und verstärkt Stimmen. Klingt nach einer dieser Funktionen, die man in einem Hands-on-Video beeindruckend findet und danach nie wieder anfasst. Oder nach einer, die man nach zwei Wochen nicht mehr missen will. Schwer zu sagen, bevor man sie benutzt hat.
Photo Assist wird deutlich erweitert: Objekte extrahieren, in andere Bilder einfügen, Szenen per Textprompt verändern. Samsung nähert sich damit Googles Magic Editor an, mit eigener System-KI, ohne Google-Konto. Für Nutzer, die ihre Fotos nicht durch externe Server schicken wollen, ist das ein Argument.
Und dann ist da noch das Creative Studio. Eine App für Sticker-Design, Wallpaper, Profilkarten, KI-gestützte Bildgenerierung aus Skizzen und Prompts. Bislang nur auf S26 Ultra Modellen verfügbar. Auch mit One UI 8.5 dürfte sie primär auf Ultra-Modellen landen, weil sie bisher eng an den S-Pen gekoppelt war. Wer kein Ultra hat, schaut wahrscheinlich weiterhin zu.
Welche Geräte das Update bekommen, lässt sich aus Samsungs Update-Politik ableiten. Die gesamte S24-Reihe gilt als gesetzt, die S25-Modelle sowieso. Bei der S23-Generation wird es unsicherer, möglich, aber nicht garantiert. Foldables ab Generation 5 ebenfalls wahrscheinlich.
Der geplante Rollout liegt laut internen Zeitplänen im Mai 2026. Verzögerungen sind möglich. Bei Samsung sind Verzögerungen eigentlich immer möglich, sogar wahrscheinlich.
Was One UI 8.5 insgesamt zeigt, ist eine Verschiebung in Samsungs Softwarestrategie. Exklusive Features wandern schneller auf ältere Geräte als früher. Samsung will seine KI-Funktionen breit ausrollen, nicht als Luxusgut versteckt halten. Das hat einen geschäftlichen Grund: Je mehr Nutzer diese Features kennen und schätzen, desto wahrscheinlicher bleiben sie im Samsung-Ökosystem. Nicht wegen der Hardware. Wegen der Software.
Das ist eine andere Strategie als noch vor drei Jahren, als neue Features monatelang exklusiv blieben. Man kann das als Großzügigkeit lesen. Realistischer ist es Marketing mit langem Atem.
Für Nutzer mit einem S25, S24 oder S23 ist das trotzdem eine gute Nachricht. Wer sein Gerät nicht wechseln wollte, bekommt jetzt Software-Argumente geliefert, die den Verbleib leichter machen. Und wer gerade überlegt, ob sich ein Upgrade lohnt, hat mit One UI 8.5 einen weiteren Grund, noch ein Jahr zu warten.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Kommentar