Direkt zum Hauptbereich

Zeitumstellung: Die Uhr wird wieder zurückgestellt.

Am Sonntag ist es wieder so weit: Die Uhren werden auf die Sommerzeit umgestellt. Für viele Menschen ist das jedes Jahr aufs Neue ein eher ungeliebtes Ritual. In der Nacht werden die Zeiger eine Stunde vorgestellt, wodurch uns eine Stunde Schlaf verloren geht.

02:00 03:00

Auch wenn es nach wenig klingt. Es ist es auch, auf dem Papier. Und trotzdem beschreiben jedes Jahr Millionen Menschen dasselbe Gefühl, diese leichte Benommenheit in den ersten Tagen, das Gefühl, nie ganz wach zu werden, der Griff zur zweiten Tasse Kaffee, obwohl man eigentlich keinen mehr wollte. Manche brauchen einen Tag. Andere eine Woche. Kinder und ältere Menschen oft länger. 

Ein goldenes Zifferblatt einer analogen Uhr mit römischen Zahlen und schwarzen Zeigern, die auf etwa Viertel nach zwölf stehen, vor schwarzem Hintergrund.
Morgen wird wieder an der Uhr gedreht.

Das Europaparlament hat die Abschaffung 2019 beschlossen. Seitdem: nichts. Die Mitgliedsstaaten konnten sich nicht einigen, welche Zeit dauerhaft gelten soll, Sommer oder Winter, und ob Nachbarländer nicht besser dieselbe wählen sollten, damit der Zug nach Paris auch weiterhin pünktlich abfährt. Sieben Jahre später stellen wir immer noch die Uhren um.

Dabei hat die Sommerzeit durchaus etwas für sich. Lange Abende sind kein Marketingversprechen, wer nach der Arbeit noch draußen sein will, Sport treiben, mit jemandem spazieren gehen, der profitiert davon tatsächlich. Das Tageslicht am Abend verändert, wie man einen Tag erlebt. Gefühlt, ja. Aber Gefühle sind keine Kleinigkeit.

Was weniger für sie spricht: Der ursprüngliche Grund: Energie sparen, gilt heute so gut wie nicht mehr. Studien zeigen, dass die Einsparungen minimal sind, teilweise sogar ins Gegenteil umschlagen, weil morgens mehr geheizt wird. Der Haupteffekt der Zeitumstellung ist inzwischen vor allem der: einmal im Jahr schlafen viele Menschen schlechter, einige davon spürbar schlechter, und Europa hat sich trotzdem nicht auf eine Alternative einigen können.

Wer die Umstellung leichter nehmen will: schon ein paar Tage vorher etwas früher schlafen gehen, morgens möglichst viel Tageslicht, Bewegung draußen. Das hilft tatsächlich, nicht wegen Wellness-Rhetorik, sondern weil Licht das stärkste Signal ist, das dem Körper sagt, wann der Tag beginnt.











Von: Jonas
Bildquelle: Thomas Bormans auf Unsplash
JZ-App

Kommentare

Beliebte Beiträge

Kein Netz nach dem Update: Warum Android 17 Google Pixel-Smartphones lahmlegt

Google hat Android 17 ausgerollt. Und für viele Pixel-Nutzer bedeutet das seither: kein 5G, instabiles WLAN, Verbindungsabbrüche im Standby, Downloadraten, die einen Bruchteil des Üblichen erreichen. Einige sehen in den Entwickleroptionen, dass ihr Modem mehrmals pro Stunde neu startet. Andere haben nach dem Update festgestellt, dass ihre eSIM-Profile verschwunden sind. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Nach dem Update auf Android 17 melden viele Pixel‑Nutzer massive 5G‑ und WLAN‑Probleme. Betroffen sind u. a. Pixel 6, 7, 8, 9, 10 und Fold‑Modelle . Fehlerbild: kein 5G , instabile WLAN‑Verbindungen, häufige Abbrüche, niedrige Downloadraten. Google untersucht das Problem, hat aber noch keinen Fix veröffentlicht . Es gibt Workarounds , die bei einigen Nutzern helfen, aber keine endgültige Lösung. Probleme nach Update: Viele Pixel‑Modelle kämpfen nach dem Upgrade auf Android 17 mit 5G‑ und WLAN‑Störungen. D as ist nicht ein Randproblem. Das betrifft fast die gesamte aktuelle Pixel-Palet...

Neuer Name, altes Konto: Google erlaubt erstmals Änderung von Gmail-Adressen

Google erlaubt es jetzt, die Gmail-Adresse zu ändern. In Deutschland, offiziell, ohne Datenverlust, ohne neues Konto. Was jahrelang nicht möglich war, oder nur durch den aufwendigen Umzug auf eine neue Adresse, geht jetzt über die Kontoeinstellungen: myaccount.google.com, Persönliche Daten, E-Mail-Adresse anpassen, fertig. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Google erlaubt erstmals die Änderung von Gmail‑Adressen: jetzt auch in Deutschland. Das Feature startete im Frühjahr 2026 in den USA und wird nun schrittweise in Deutschland freigeschaltet. Die alte Adresse bleibt als Alias erhalten, E‑Mails kommen weiterhin an. Bis zu drei Adressänderungen sind möglich, mit 12 Monaten Wartezeit zwischen den neuen Wechseln. Einschränkungen: Wunschadresse muss frei sein; bei Smart‑Home‑ oder Drittanbieter-Apps kann es vereinzelt zu Neuanmeldungen kommen. Neues Gmail‑Feature: Google erlaubt erstmals die Änderung der eigenen Gmail‑Adresse: jetzt auch in Deutschland. Das klingt nach Kleinigkeit. Für vie...

Zehn Jahre danach: Großbritannien und die schmerzhafte Suche nach dem Weg zurück in die EU

Im Jahr 2016 hat Großbritannien abgestimmt. 52 zu 48. Leave won. Was folgte, war ein jahrelanges Chaos aus Verhandlungen, Misserfolgen, Premierministerwechseln und einer Wirtschaft, die sich nie so entwickelt hat, wie die Brexit-Befürworter versprochen hatten. Jetzt, ein Jahrzehnt später, hält laut Umfragen die Mehrheit der britischen Bevölkerung den Austritt für einen Fehler. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Eine Rückkehr Großbritanniens in die EU ist kein Randthema mehr: Eine Mehrheit der Briten hält den Brexit für einen Fehler und wünscht sich eine Wiederannäherung. Brüssel stellt klare Bedingungen: Euro‑Einführung, volle Freizügigkeit, höhere Beiträge: keine Sonderrabatte mehr. Politisch heikel: Die Labour‑Regierung steht zwischen wirtschaftlichem Druck und einer EU‑skeptischen Bevölkerung. Geopolitisch relevant: Eine Rückkehr könnte Machtverschiebungen in Europa, im transatlantischen Verhältnis und im globalen Handel auslösen. Aber: Der Weg zurück wäre lang, teuer und politis...

Das Ende der Preisstabilität: Warum das iPhone 18 spürbar teurer wird

Tim Cook hat in einem Interview mit dem Wall Street Journal etwas gesagt, das Apple-CEOs normalerweise nicht sagen: Die Kosten für Speicherchips sind so stark gestiegen, dass Apple sie nicht mehr vollständig abfedern kann. Preiserhöhungen beim iPhone 18 sind damit so gut wie angekündigt, ohne dass ein konkreter Preis genannt wurde. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Preissteigerungen treffen das iPhone 18 , das im September 2026 erscheint. Grund laut Tim Cook: dramatisch gestiegene DRAM‑ und NAND‑Preise , verursacht durch die weltweite KI‑Rechenzentrumswelle. Analysten erwarten rund 50 Dollar Aufpreis pro Modell . Das iPhone 18 Pro startet weiterhin bei 256 GB: die 128‑GB‑Option wurde bereits 2025 beim iPhone 17 Pro gestrichen. Für Deutschland sind spürbar höhere Euro‑Preise wahrscheinlich (Steuern, Wechselkurs, Speicherpreise). Teureres Kamera‑Flaggschiff: Mit dem iPhone 18 steigen die Preise: Apple verweist auf stark gestiegene Speicherchip‑Kosten. Das ist ungewöhnlich offen für e...

Das Schulbarometer 2026: Wenn das Verhalten der Kinder zur größten Herausforderung wird

Das Schulbarometer 2026 hat mehrere tausend Lehrkräfte in ganz Deutschland befragt. Was ganz oben auf der Liste der größten Herausforderungen steht, ist nicht der Lehrermangel, nicht die Digitalisierung, nicht Inklusion. Es ist das Verhalten der Schülerinnen und Schüler selbst. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Lehrkräfte sehen das Verhalten ihrer Schüler 2026 als größte Herausforderung : deutlich stärker als in den Vorjahren. Besonders häufig genannt: Respektlosigkeit, Konzentrationsprobleme, Konflikte im Klassenraum . Politische Meinungsäußerungen bereiten vielen Lehrkräften Sorgen: vor allem in Ostdeutschland . Schulen berichten von steigendem Unterstützungsbedarf , aber fehlenden Ressourcen . Das Schulbarometer zeigt: Die Belastung im Lehrerberuf erreicht ein neues Hoch . Herausforderung Unterricht: Laut Schulbarometer 2026 sehen Lehrkräfte das Verhalten ihrer Schüler als größtes Problem im Schulalltag. Das ist kein überraschender Befund für jemanden, der mit Lehrkräften gesproch...