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Erste Prognosen: CDU bricht 35 Jahre Fluch: Mainz gehört nicht mehr der SPD

Erste Hochrechnungen: CDU bei 30,5 Prozent, plus 2,8. SPD bei 26,5: Minus 9,2 Prozentpunkte. Die AfD bei 20. FDP irgendwo bei zwei Prozent, was bedeutet: nicht mehr im Landtag, nicht mehr relevant, nicht mehr da.

Neun Punkte. Man muss das kurz stehen lassen. Neun Punkte Verlust für die SPD in einem einzigen Wahlabend, das ist kein Denkzettel, das ist etwas ganz anderes. Etwas, das sich nicht mit einer Pressemitteilung wegerklärt. Alexander Schweitzer hatte heute Morgen noch als Ministerpräsident im Wahllokal gestanden. Was er heute Abend denkt, kann man sich vorstellen. Oder auch lieber nicht.

Wahlurne


Dabei muss man verstehen, was 35 Jahre eigentlich bedeuten. Seit 1991 regiert die SPD die Staatskanzlei in Mainz. Wer heute 35 ist, hat in diesem Bundesland nie etwas anderes erlebt. Kein anderes Gesicht an der Spitze, keine andere Partei, die den Ton angab. Das ist keine politische Kontinuität mehr: Das ist und war Gewohnheit. Und Gewohnheiten enden selten leise.

Die AfD bei 20 Prozent in Rheinland-Pfalz. Was das bedeutet, werden Politologen die nächsten Wochen diskutieren. Die ehrlicheren unter ihnen werden zugeben, dass sie es nicht vollständig erklären können.

Gordon Schnieder übernimmt. Dorfkind aus der Vulkaneifel, Bruder des Bundesverkehrsministers und ab heute vermutlich der meistfotografierte Mensch in Mainz. Das Wilkommenspaket was auf ihn wartet, ist ein Land mit Sanierungsbedarf, leeren Kassen und einer Opposition, die selbstbewusster auftreten wird als je zuvor. Der Chefsessel in der Staatskanzlei ist selten bequem. Dieser hier wird es besonders nicht sein... Aber das ist morgen. Heute Abend gehört der Moment erst mal dem Ergebnis.












Von: Jonas
Quelle: ARD/ZDF Hochrechnungen
Bildquelle: Arnaud Jaegers auf Unsplash
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