Lange wurde gestritten, jetzt ist es amtlich. Unionsfraktionschef Jens Spahn hat heute Abend verkündet, dass das umstrittene Heizungsgesetz der alten Ampel-Regierung Geschichte ist. In einem neuen Eckpunktepapier mit der SPD wurde das Gesetz komplett umgekrempelt.
Die wichtigsten Änderungen
Weg mit dem Zwang: Die berüchtigte 65-Prozent-Regel (dass jede neue Heizung zu 65 % mit Ökostrom betrieben werden muss) wird komplett gestrichen.Technologieoffenheit: Öl- und Gasheizungen dürfen weiterhin neu in Wohnhäuser eingebaut werden. Spahns Ansage dazu: „Der Keller wird wieder Privatsache.“
Förderung bleibt: Wer trotzdem auf Wärmepumpen oder andere klimafreundliche Systeme setzt, bekommt weiterhin staatliche Unterstützung – die Förderung wird bis mindestens 2029 sichergestellt.
Neuer Name: Das Ganze heißt jetzt nicht mehr Gebäudeenergiegesetz (GEG), sondern wird passenderweise in Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) umbenannt.
Die "Hintertür": Der CO2-Preis
Ganz ohne Klimaschutz geht es natürlich nicht. Gas- und Ölheizungen müssen künftig einen wachsenden Anteil an klimafreundlichen Kraftstoffen (wie Biomethan) nutzen (Start: 1 % ab 2028). Außerdem setzt die Union voll auf den CO2-Preis: Wer fossile Brennstoffe nutzt, zahlt künftig mehr, was den Umstieg auf Wärmepumpen marktwirtschaftlich (statt durch Zwang) regeln soll.
Meinung: Die CDU hat genau das geliefert, was sie im Wahlkampf versprochen haben: Den "Heizungs-Hammer" entschärfen. Für Hausbesitzer bedeutet das erst mal tiefes Durchatmen und weniger Panik vor horrenden Umbaukosten. Aber Achtung: Wer jetzt wieder blind auf eine neue Gasheizung setzt, könnte in fünf Jahren blöd aus der Wäsche gucken, wenn die CO2-Preise durch die Decke gehen. Es ist jetzt mehr Eigenverantwortung gefragt – und genau das wollte Spahn erreichen.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen
Kommentar