Direkt zum Hauptbereich

Samsung One UI 9: Alle berechtigten Geräte und neuen Features im Überblick

Man könnte meinen, Samsung hätte gerade genug zu tun. One UI 8.5 ist für viele Nutzer noch nicht einmal angekommen, Android 16 wartet auf seinen breiten Rollout, und intern laufen bereits die ersten Tests für One UI 9.0. Frühe Builds, basierend auf Android 17, sollen nach Informationen von Android Authority bereits durch Samsungs Entwicklungsabteilungen wandern. Offizielle Bestätigung? Keine. Offizieller Zeitplan? Ebenfalls nicht.

JZ-Überblick (Kurz und knackig):
  • Samsung arbeitet bereits intern an One UI 9.0 auf Basis von Android 17
  • Offizielle Liste fehlt, aber anhand der Update‑Garantie lässt sich ableiten, welche Geräte das Update wahrscheinlich erhalten
  • Profitieren dürften vor allem: Galaxy‑S‑Reihen (S23–S26), Fold/Flip‑Modelle, viele Galaxy‑A‑Geräte und Tablets
  • Große Neuerungen bleiben wohl aus, One UI 9 soll Feinschliff statt Revolution bringen
  • Neues Feature geleakt: „Ask AI“ im Samsung‑Browser

„Ein blaues Samsung‑Smartphone und ein kleines transparentes Etui mit kabellosen Ohrhörern liegen auf einem runden Holztisch. Der Hintergrund zeigt weitere Holzflächen und einen grauen Boden.
One UI 9.0 in Vorbereitung: Viele Samsung‑Modelle, von S‑Reihen bis A‑Klasse, dürften das nächste große Software‑Update erhalten.


Was One UI 9 bringen soll, klingt wenig aufregend, und ist es vermutlich auch nicht. Flüssigere Animationen, stabilere Hintergrundprozesse, bessere Energieeffizienz. Das ist kein Redesign, das ist Feintuning. Samsung hat sich in den letzten Jahren bewusst für diesen Weg entschieden: keine Revolutionen, keine riskanten Sprünge, stattdessen langsame Verfeinerung einer Oberfläche, die inzwischen so komplex ist, dass radikale Änderungen wahrscheinlich mehr kaputt machen würden als sie lösen.

Ob das die richtige Strategie ist, darf man bezweifeln. Oder auch nicht. Wer einmal versucht hat, einem Samsung-Neueinsteiger zu erklären, wo genau welche Einstellung sitzt, ahnt, dass die Oberfläche an manchen Stellen dringender eine Entrümpelung bräuchte als eine Politur.

Interessanter ist das geleakte Browser-Feature: „Ask AI" soll im Samsung-Internetbrowser ermöglichen, Fragen zu geöffneten Webseiten zu stellen, Inhalte zusammenfassen, Texte analysieren, kontextbezogen antworten. Das klingt nach dem, was Google mit Chrome versucht, was Apple mit Safari andeutet und was Microsoft mit Edge bereits eingebaut hat. Samsung wäre also nicht first mover, aber auch nicht der letzte.

Welche Geräte das Update bekommen, lässt sich anhand der Update-Versprechen recht zuverlässig einschätzen. Samsung garantiert je nach Modell vier bis sieben Jahre Software-Updates. Die gesamte S25-Reihe, die S24-Reihe, die S23-Reihe. Foldables wie Z Fold 6 und Z Flip 6 ebenfalls. Bei der A-Reihe wird es differenzierter, aber auch dort dürften A55, A35 und A25 noch versorgt werden. Tablets der Tab S9- und S10-Generation wahrscheinlich auch.

Das ist, gemessen an dem, was andere Hersteller noch vor wenigen Jahren boten, tatsächlich bemerkenswert. Drei Jahre Updates galten lange als Branchenstandard. Heute reden wir über sieben. Das verdient Anerkennung, auch wenn man sagen darf, dass der Druck dazu nicht zuletzt von Google und Apple kam, die Samsung in dieser Hinsicht lange voraus waren.

Wann kommt das Update? Sommer oder Herbst 2026 für die Beta, Ende des Jahres für den finalen Rollout, so lautet die Erwartung, basierend auf dem Rhythmus der vergangenen Jahre. Das ist weit genug weg, um heute nicht darüber nachdenken zu müssen, und nah genug, um in sechs Monaten wieder darüber zu schreiben.

Was One UI 9 letztlich zeigt: Samsung optimiert sein Software-Ökosystem nicht mehr durch große Gesten, sondern durch Ausdauer. KI-Features Stück für Stück ins System integrieren, Update-Versorgung als Kaufargument etablieren, Stabilität über Spektakel stellen.






Von: Jonas
Bildquelle: Amanz auf Unsplash
JZ-App

Kommentare

Beliebte Beiträge

Schluss mit dem Siri-Chaos: WhatsApp bekommt eine echte CarPlay App

Wer regelmäßig Auto fährt und WhatsApp nutzt, also ungefähr jeder in Deutschland, kennt das Ritual. Nachricht kommt rein, man hört das Ping, man versucht Siri zu überreden, sie vorzulesen, Siri versteht den Kontaktnamen falsch, man versucht es nochmal, gibt auf, wartet bis zur Ampel. Was dabei passiert, ist genau das, was nicht passieren soll. Mit dem CarPlay Update lässt sich WhatsApp erstmals nativ im Auto nutzen. JZ-Überblick (Kurz und knackig): WhatsApp ist jetzt offiziell als native CarPlay‑App verfügbar: kein Beta‑Trick, kein Siri‑Workaround mehr Drei Tabs im Auto: Chats, Anrufe, Favoriten: optimiert für möglichst wenig Ablenkung Sicherheit first: Keine Chatverläufe zum Lesen während der Fahrt, Antworten nur per Diktat Neue Messenger‑Features parallel: Gruppen‑Vorschläge per @‑Erwähnung, neue Status‑Übersicht, Fortschritte bei Nutzernamen Android war früher dran: WhatsApp lief schon länger über Android Auto, iOS zieht jetzt mit echter CarPlay‑App nach WhatsApp hat jetzt eine ...

März-Beta: Schwerer Fehler verwandelt Pixel-Phones in „Bricks“

Nach dem März-Update häufen sich Berichte über Pixel-Smartphones, die in einer Neustart-Schleife feststecken: Bootloop, im Fachjargon. Der Bildschirm friert ein, das Gerät startet neu, friert wieder ein. Und wieder. Und wieder. Wer das einmal erlebt hat, kennt dieses eigenartige Gefühl: Das Gerät lebt noch, irgendwie, aber es kommt nicht mehr heraus. Als würde jemand verzweifelt gegen eine verschlossene Tür hämmern, von innen. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Bootloops betreffen vor allem die Android‑16‑QPR3‑Beta , nicht die stabile März‑Version Google bestätigt den Fehler und stuft ihn als kritisch (P0) ein Betroffen sind Pixel‑Modelle von 6 bis 10 Pro XL Factory Reset hilft oft nicht , Datenverlust möglich Manche Geräte starten kurz im abgesicherten Modus , Backup teilweise möglich Fix steht aus: Reparatur oder Einsenden wahrscheinlich Pixel‑Probleme nach März‑Update: Einige Geräte geraten nach dem Beta‑Update in eine Bootschleife. Wichtig, und das verdient eine eigene Zeile: Die ...

Tankrabatt unter Beschuss: Wirksame Entlastung oder Milliardengeschenk für Konzerne?

Die Koalition aus Union und SPD will die Mineralölsteuer ab dem 1. Mai für zwei Monate senken: 17 Cent pro Liter Benzin, 17 Cent pro Liter Diesel. Kosten laut Bundesfinanzministerium: 1,6 Milliarden Euro. Hintergrund sind die massiv gestiegenen Spritpreise infolge des Iran-Kriegs, der die Energiemärkte seit Monaten unter Druck setzt. Die Regierung nennt die Maßnahme schnell, unbürokratisch und gerecht. Die Opposition nennt sie eine Schnapsidee. Beide haben Argumente. Beide haben auch Interessen. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Bundestag debattiert über temporären Tankrabatt : 17‑Cent‑Senkung der Mineralölsteuer für Benzin und Diesel Maßnahme soll ab 1. Mai für zwei Monate gelten Regierung argumentiert mit schneller, unbürokratischer Entlastung Opposition kritisiert den Rabatt als ineffektiv und teuer Hintergrund: hohe Spritpreise infolge des Iran‑Kriegsk osten laut Finanzministerium: 1,6 Milliarden Eur o Der Bundestag diskutiert über die geplante Senkung der Mineralölsteuer angesicht...

Das Ende des Dauer-Scrollens: Das Deaktivieren von YouTube Shorts ist da

YouTube lässt Shorts abschalten. Nicht vollständig, nicht mit einem einzigen Knopf, nicht ohne Umwege, aber immerhin. Wer in den App-Einstellungen unter „Zeitmanagement" die tägliche Shorts-Sehdauer auf null Minuten setzt und die App neu startet, sieht auf der Startseite keine Kurzvideos mehr. Google hat die Funktion gegenüber The Verge bestätigt, der weltweite Rollout läuft, in der deutschen App ist die Einstellung bereits verfügbar. JZ-Überblick (Kurz und knackig): YouTube erlaubt jetzt, Shorts in der Handy‑App quasi vollständig auszublenden Möglich über das Zeitmanagement‑Menü , indem das Shorts‑Limit auf 0 Minuten gesetzt wird Shorts verschwinden danach von der Startseite , bleiben aber in Abo‑Ansichten sichtbar Funktion gilt für Android und iOS , sowohl für Standard‑Nutzer als auch für Elternkonten Google bestätigt: Die Option wird weltweit ausgerollt Mehr Kontrolle über den Feed: Mit dem neuen 0 Minuten Limit reagiert YouTube auf Kritik an den stark algorithmischen Kurzvi...

Zwischen Krisenmodus und Reformhoffnung: Der lange Weg zur Steuerreform 2027

Die Koalition hat geliefert. Nach wochenlangem Druck aus Wirtschaft, Gewerkschaften und der eigenen Bevölkerung präsentierten Friedrich Merz, Markus Söder, Bärbel Bas und Lars Klingbeil am Wochenende ein Entlastungspaket, das schnell wirken soll. Temporäre Senkung der Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 17 Cent pro Liter, eine steuerfreie Einmalprämie von bis zu 1000 Euro für Arbeitnehmer, und, für 2027 angekündigt, eine umfassende Einkommenssteuerreform. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Koalition aus Union und SPD einigt sich auf temporäre Senkung der Energiesteuer auf Diesel und Benzin um ca. 17 Cent pro LiterMaßnahme gilt zwei Monate und soll Verbraucher um 1,6 Milliarden Euro entlasten Arbeitgeber dürfen 2026 eine steuerfreie 1000‑Euro‑Entlastungsprämie auszahlen Gegenfinanzierung über vorgezogene Tabaksteuererhöhung Große Einkommenssteuerreform für untere und mittlere Einkommen ab 1. Januar 2027 angekündigt Hintergrund: steigende Energiepreise, wirtschaftliche Unsicherheit, pol...