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Alles falsch? Warum unsere Altersbestimmung des Kosmos gerade kollabiert

Was ist das exakte Alter unseres Universums? Jahrelang dachten wir, wir hätten die Formel geknackt, doch neue Daten der Gaia-Mission werfen nun ein völlig unerwartetes Licht auf die Ursprünge von Raum und Zeit.

Was ist passiert? 

Die Europäische Weltraumorganisation (ESA) hat mit ihrem Gaia-Weltraumteleskop die bisher präziseste Kartierung unserer Milchstraße erstellt. Indem sie Milliarden von Sternen exakt vermessen haben, konnten Astronomen die Abstände und Bewegungen im All besser bestimmen als je zuvor.

Die Silhouette einer Person steht auf einem dunklen Hügel und blickt nach oben zu einem spektakulären, sternenreichen Nachthimmel mit deutlich sichtbarem Band der Milchstraße, das in Orange-, Violett- und Grüntönen leuchtet.
Wie alt ist unser Kosmos wirklich? Neue Gaia-Daten bringen die Astrophysik ins Wanken und stellen unser bisheriges Wissen über Raum und Zeit infrage.


Das Problem mit dem Alter:

Das Alter des Universums berechnet sich unter anderem aus der sogenannten Hubble-Konstantealso der Geschwindigkeit, mit der sich das Universum ausdehnt. Fakt ist: Verschiedene Messmethoden liefern unterschiedliche Ergebnisse (die sogenannte „Hubble-Spannung“). Gaia-Daten zeigen uns jetzt, dass wir vielleicht einen grundlegenden Denkfehler bei der Entfernungsbestimmung haben.

Warum das unser Wissen verändert:

Neue Distanzmessung: 
Wenn wir die Abstände zu fernen Sternen durch Gaia präziser bestimmen, verschieben sich auch unsere Berechnungen zur Ausdehnungsrate des Kosmos.

Das Alter gerät ins Wanken: 
Wenn das Universum sich anders ausdehnt als gedacht, könnte es entweder jünger oder älter sein als die bisher angenommenen 13,8 Milliarden Jahre.

Kein Fehler, sondern eine Entdeckung: Viele Astrophysiker glauben nicht mehr an einen Messfehler, sondern an neue Physik. Das könnte bedeuten, dass wir Dinge wie Dunkle Energie oder die Grundstruktur der Zeit völlig neu bewerten müssen.







Von: Jonas
Quelle: ESA Gaia-Mission, Max-Planck-Institut für Astronomie
Bildquelle: Greg Rakozy auf Unsplash
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