Direkt zum Hauptbereich

Pixel Revolution: Warum Apple erst 2028 auf 200 Megapixel setzt

Apple testet eine neue Periskop-Telekamera mit 200 Megapixel Sensor. Das berichten mehrere übereinstimmende Leaks aus China, darunter Digital Chat Station, ein Weibo Leaker mit solider Trefferquote. Der Sensor soll deutlich mehr Details bei Zoom-Aufnahmen liefern, ein echter Sprung gegenüber dem, was iPhone-Nutzer bisher kennen.

JZ-Überblick (Kurz und knackig):
  • Apple testet laut Leaks einen 200 MP Periskop‑Sensor für kommende iPhones

  • Einsatz erst 2028 erwartet, vermutlich im iPhone 21

  • Sensor könnte von Samsung stammen, ungewöhnlich für Apple

  • 2027 ist das 20‑jährige iPhone‑Jubiläum, aber der große Kamerasprung kommt wohl erst ein Jahr später

  • John Ternus übernimmt 2026 als CEO, erste großen Kamera‑Upgrades fallen in seine Ära

Nahaufnahme eines IPhone 17 Pro Kameramoduls mit drei großen Linsen, einem Blitz und einem zusätzlichen Sensor auf einer matten Rückseite.
Apple testet 200 MP Telekamera: Leaks deuten auf ein großes Kamera‑Upgrade ab 2028 hin.


Wer jetzt hofft, das nächste iPhone bringt diesen Sprung: warten.

Laut aktuellen Einschätzungen von Morgan Stanley und mehreren Branchenanalysten landet der 200 MP Sensor frühestens 2028 in einem iPhone, also im iPhone 21. Das iPhone 18 Pro, das in wenigen Monaten erscheint, bekommt eine variable Blende und eine verbesserte 48 MP Telekamera. Solide Upgrades, kein Paradigmenwechsel. Das iPhone 19 Pro, das Jubiläumsmodell zum 20-jährigen iPhone-Bestehen, soll Designsprünge und KI-Features bringen, aber ebenfalls keine 200 MP Technik.

Die Kamera kommt 2028

Das ist kein Zufall. John Ternus übernimmt am 1. September 2026 den CEO-Posten von Tim Cook, offiziell bestätigt, einer der wenigen Apple-Führungswechsel, der keine Überraschung war. Ternus war jahrelang für Hardwareentwicklung verantwortlich, insbesondere für die iPhone Kamera Roadmap. Dass der große Zoom-Sprung in seine ersten Jahre als CEO fällt, lässt sich als Investition in einen starken Einstieg lesen. Das iPhone 21 als erstes Prestigeprojekt einer neuen Ära.

Apple macht das so. Selten der erste, fast immer derjenige, der das Timing kontrolliert.

Dabei ist das Megapixel-Rennen eigentlich nicht Apples Terrain. Samsung schickt schon seit Jahren 200 MP Sensoren in seine Galaxy S Flaggschiffe. Xiaomi, Oppo, Honor, alle haben experimentiert, optimiert, vermarktet. Apple hat zugeschaut und dabei konsequent argumentiert, dass Pixelzahl allein keine Bildqualität ist. Das stimmt. Und es hat Apple nicht davon abgehalten, bei Telezoom-Aufnahmen gegen die Android-Konkurrenz zunehmend schlechter auszusehen, besonders im hochpreisigen Segment.

Nun also doch 200 Megapixel. Nur halt 2028.

Was den Sensor betrifft, ist das pikanteste Detail die mögliche Quelle: Mehrere Leaks deuten auf Samsung als Lieferanten hin. Apple nutzt traditionell Sony-Sensoren, eine langjährige Partnerschaft, die tief in die Zulieferkette eingewachsen ist. Ein Wechsel zu Samsung wäre ein strategischer Bruch, der Aufmerksamkeit verdient. Aber er wäre auch nachvollziehbar: Samsung hält derzeit die ausgereiftesten 200 MP Periskop Sensoren am Markt, und Apple entscheidet solche Fragen selten nach Loyalität, sondern nach Leistung.

Dass ausgerechnet Samsung die Kamera liefern könnte, die Apple gegen Samsung positioniert, das hätte eine gewisse Ironie. Die Technologiebranche mag solche Momente.

Ob diese Leaks stimmen, wird sich zeigen. Chinesische Zuliefererkreise haben eine gemischte Bilanz, und Apple schafft es regelmäßig, Dinge bis zur letzten Minute zu verschweigen. Was man aber sagen kann: Die Richtung ist glaubwürdig. Apple bewegt sich auf ein aggressiveres Kamera Upgrade zu, hat aber keine Eile, es halb fertig zu präsentieren. 2028 ist weit genug weg, um den Sensor serienreif zu machen. Nah genug, um den Wettbewerbsdruck zu spüren, der aus Shenzhen und Seoul kommt.

Google hat mit der Pixel-Kamera jahrelang gezeigt, was Software aus bescheidener Hardware herausholen kann. Samsung zeigt, was rohe Megapixelzahl bei richtiger Verarbeitung leistet. Apple sitzt dazwischen, stark in Verarbeitung und Software, zunehmend unter Druck bei Zoom und Reichweite.

Der 200 MP Sprung ist die Antwort auf diesen Druck. Nur kommt sie, wie bei Apple üblich, dann, wenn Apple es für richtig hält. Nicht wenn der Markt danach ruft.





Von: Jonas
Bildquelle: 85mm.ca auf Unsplash
JZ-App

Kommentare

Beliebte Beiträge

Das Ende des „Niemals“: Warum Apple jetzt doch mit deinen Siri-Daten trainiert und Werbung schaltet

Es gibt diesen einen Satz, den Apple über Jahre wie ein Mantra wiederholt hat, bis er tief in der DNA des Unternehmens saß: Private Daten werden niemals zum Training unserer KI-Modelle verwendet. Das war kein verstecktes Kleingedrucktes, sondern das zentrale Versprechen. Es war die harte Trennlinie zu Google, Meta oder OpenAI und der Hauptgrund, warum viele bereit waren, den saftigen Apple-Aufpreis zu zahlen. Während die Konkurrenz das Vertrauen der Nutzer systematisch monetarisierte, positionierte sich Apple als der sichere Hafen. JZ-Überblick (Kurz und knackig - Geprüfte KI-Zusammenfassung): Apple bricht ein zentrales KI‑Versprechen: Siri‑Interaktionen, inklusive Audioaufnahmen, sollen künftig zum Training von KI‑Modellen genutzt werden. Opt‑in, aber nicht wirklich optional: Nutzer können zustimmen oder „Jetzt nicht“ wählen, komplett ablehnen lässt sich die Datennutzung nicht. Apple streicht den Satz „niemals“ aus seinen KI‑Leitlinien und ergänzt: „außer du entscheidest dich expli...

Existenzkampf in Mecklenburg-Vorpommern: Warum die CDU aus dem Landtag fliegen könnte

Marc Reinhardt, stellvertretender Fraktionschef der CDU im Schweriner Landtag, sagt es inzwischen offen: „Die Sorge vor dem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde ist da." Eckhardt Rehberg, früherer Landes- und Fraktionschef, sieht „die Gefahr, dass die CDU aus dem Landtag herausfällt". Spitzenkandidat Daniel Peters spricht von einem „Existenzkampf". JZ-Überblick (Kurz und knackig - Geprüfte KI-Zusammenfassung): Die CDU in Mecklenburg‑Vorpommern steht laut aktuellen Umfragen bei nur sieben Prozent, ein historischer Tiefstand. Führende CDU‑Politiker warnen offen vor dem Scheitern an der Fünf‑Prozent‑Hürde und dem möglichen Rausflug aus dem Landtag. Spitzenkandidat Daniel Peters spricht von einem „Existenzkampf“ , die Partei sei „in einer ernsten Lage“. Schuldzuweisungen gehen in zwei Richtungen: schlechte Stimmung gegenüber der Bundesregierung und ein polarisierender Wahlkampf von SPD‑Ministerpräsidentin Manuela Schwesig. Einordnung: Merkels Heimatverband steht vor einem...

90 Schwachstellen im Visier: Warum das Samsung-Update im September überfällig ist

Samsung hat sein Sicherheitsupdate für September 2026 veröffentlicht. Keine neuen Funktionen, kein neues Design, keine Ankündigung, die irgendwo Schlagzeilen macht. Nur 90 geschlossene Sicherheitslücken, verteilt auf Android-Komponenten, Samsung-eigene Bibliotheken und Halbleiter-Hardware. JZ-Überblick (Kurz und knackig - Geprüfte KI-Zusammenfassung): Samsung stopft im September‑Update 2026 insgesamt 90 Sicherheitslücken auf Galaxy‑Smartphones und weitere Geräte. 18 Schwachstellen gelten als kritisch, 40 als hochriskant, viele ermöglichen potenziell Codeausführung aus der Ferne ohne Nutzerinteraktion. 31 Lücken stammen aus Samsungs eigener Software , darunter zwei gefährliche Fehler in Bild‑Decodern, die Angriffe über manipulierte Fotos erlauben. Android 14 bis 17 sind betroffen , One UI 9 (Android 17) steckt zunächst nur auf Fold 8, Flip 8 und S26 FE, weitere Geräte folgen. Die Updates kommen gestaffelt nach Modell und Region , einige Patches werden direkt über Google‑Play‑Dienste v...

iPhone 18 Pro im Vergleich: Warum US-Modelle die bessere Akkulaufzeit haben

Wer in Europa ein iPhone 18 Pro kauft, bezahlt denselben Preis wie in den USA. Er bekommt dasselbe Design, denselben Chip, dieselbe Kamera. Was er nicht bekommt, ist dieselbe Akkulaufzeit. JZ-Überblick (Kurz und knackig - Geprüfte KI-Zusammenfassung): US‑Modelle des iPhone 18  Pro haben eine größere Batterie, weil Apple dort den SIM‑Slot entfernt hat. Europäische Modelle besitzen weiterhin einen physischen SIM‑Schlitten , der Platz kostet und die Akkukapazität reduziert. Die US‑Variante hält real 5-12 % länger durch , je nach Nutzung und Netzumgebung. Zusätzlich belasten europäische Mobilfunknetze den Akku stärker , weil sie mehr Frequenzen und häufigere Netzwechsel erzwingen. Einordnung: Apple liefert weltweit das gleiche Premium‑Gerät, aber nicht die gleiche Akkulaufzeit. Technisch erklärbar, kommunikativ schwach. Die US‑Version des iPhone 17 Pro besitzt eine größere Batterie als das europäische Modell, möglich durch den Wegfall des SIM‑Slots. Das ist keine Vermutung. Das ist...

Google Maps als Verkehrsakteur: Warum uns Google Maps absichtlich anders leitet

Wer Google Maps nutzt, nimmt an, die schnellste Route zu bekommen. Das stimmt. Meistens. Aber ein Experiment von Google Research zeigt, dass Maps in zehn US-Metropolen über sechs Monate lang weniger als zwei Prozent der Fahrten bewusst auf alternative Routen gelenkt hat, nicht weil diese Routen schneller waren, sondern weil die eigentlich schnellere Route entlastet werden sollte. JZ-Überblick (Kurz und knackig - Geprüfte KI-Zusammenfassung): Google Maps leitet Autofahrer teils bewusst auf alternative Routen , um überlastete Straßen zu entlasten, belegt durch ein sechsmonatiges Experiment in zehn US‑Städten. Weniger als 2 % umgeleitete Fahrten reichen , um Staus messbar zu reduzieren, ohne dass Nutzer große Zeitverluste haben. Gleichzeitig häufen sich Fälle, in denen Maps fehlerhafte Sperrungen anzeigt und Autofahrer dadurch auf Umwege oder überlastete Strecken schickt. Einordnung: Google verfolgt zwei parallele Logiken, gezielte Verkehrssteuerung und algorithmische Fehler . Für ...