Direkt zum Hauptbereich

Diagnose Schulstress: Jeder Vierte Schüler am Limit

Die Robert Bosch Stiftung hat die neuen Zahlen des Deutschen Schulbarometers vorgelegt: und das ist wirklich ein erschreckendes Ergebnis. Wir reden hier nicht mehr nur von ein bisschen Stress vor den Klausuren. Die psychische Belastung bei Schülern schießt gerade massiv durch die Decke.

Mentale Gesundheit: Jedes vierte Kind ist am Limit 

Jeder vierte Schüler (25 %) zeigt mittlerweile psychische Auffälligkeiten. Vor zwei Jahren waren es noch 21 %: Der Trend geht also in die völlig falsche Richtung. Besonders bitter: Wenn das Geld zu Hause knapp ist, steigt die Quote sogar auf 31 %. Der Leistungsdruck frisst die Freizeit auf; fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass das Wochenende eigentlich nur noch aus Lernen besteht. Wo bleibt da bitteschön das Leben?



Mobbing als Dauerzustand: Der Schulweg macht Angst 

Für viel zu viele ist die Schule kein sicherer Ort, sondern Stress pur. Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen wird mindestens einmal im Monat schikaniert und gemobbt. Mit 14 Jahren ist es am schlimmsten: Da erwischt es fast 40 %. Ein kleiner Lichtblick: Immerhin wissen mittlerweile vier von fünf Schülern, wo sie Hilfe finden können. Die Aufklärung scheint also langsam zu funktionieren, auch wenn das eigentliche Problem viel tiefer sitzt.

Der Wunsch nach echter Mitbestimmung 

Die Schule wird von vielen Schülern als "fremd" wahrgenommen. Drei Viertel der Schüler wünschen sich mehr Mitsprache bei den Themen oder Prüfungsformaten, fühlen sich aber komplett ignoriert. Sogar die Schülervertretung (SV) wird von fast der Hälfte als zahnloser Tiger wahrgenommen. Dabei sagt die Studie klipp und klar: Wer mitentscheiden darf, dem geht es psychisch besser. Eigentlich logisch.


_______________

Wichtig: Du bist nicht allein! Wenn dir gerade alles über den Kopf wächst oder du jemanden zum Reden brauchst, gibt es Stellen, die anonym und kostenlos für dich da sind. Du musst da nicht alleine durch:

Nummer gegen Kummer: 116 111 (Mo–Sa, 14–20 Uhr)

Telefonseelsorge: 0800 111 0111 (rund um die Uhr erreichbar)

U25-Deutschland: Online Beratung von Jugendlichen für Jugendliche(u25-deutschland.de)

Schulpsychologen: Überprüfe mal das Schwarze Brett an deiner Schule oder frag vertrauenswürdige Lehrer.

____________


Von: Jonas
Quelle: Robert Bosch Stiftung, Tagesspiegel,Deutsches Schulportal
Bildquelle: Nathan Cima auf Unsplash
JZ-App

Kommentare

Beliebte Beiträge

Chromium 150/151: Das finale Aus für klassische Adblocker

Es ist eine Entscheidung, die seit Jahren angekündigt wurde, und die trotzdem einen Einschnitt markiert, den viele lieber nicht wahrhaben wollten. Mit Chromium 150 und 151 entfernt Google die letzten internen Schalter, die es erlaubten, Manifest V2 weiter zu nutzen. Herbst 2026. Danach ist es vorbei. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Chromium 150 und 151 entfernen die letzten Manifest‑V2‑Schalter: damit verlieren uBlock Origin & Co. ihre letzten Workarounds. Google setzt endgültig auf Manifest V3 , das viele bisherige Filter‑ und Blocking‑Mechanismen einschränkt. uBlock Origin wird in Chrome massiv beschnitten , während Firefox und einige Chromium‑Forks weiter V2 unterstützen. Entwickler warnen: Nutzer verlieren Kontrolle über Tracking, Werbung und Skriptblockaden . Google argumentiert mit Sicherheit, Performance und Stabilität: Kritiker sehen ein Interessenproblem . Ende einer Ära: Google entfernt die letzten technischen Hintertüren für Manifest V2. Klassische Werbeblocker wie ...

Spotify schafft den Benutzernamen ab: Was sich beim Login ändert

Ab dem 1. September 2026 kann man sich bei Spotify nicht mehr mit Benutzername und Passwort anmelden. Nur noch E-Mail, oder über verknüpfte Konten wie Google, Apple oder Facebook. Wer sich bisher ausschließlich mit seinem Nutzernamen einloggt, und das tun noch immer viele, besonders Nutzer mit alten Accounts, muss rechtzeitig umstellen. JZ-Überblick (Kurz und knackig): Ab 1. September 2026 : Spotify schafft die Anmeldung mit Benutzername + Passwort ab. Login funktioniert dann nur noch mit E‑Mail + Passwort oder über Google/Apple/Facebook‑Konten . Wer aktuell nur den Benutzernamen nutzt, muss bis zum Stichtag eine gültige E‑Mail hinterlegen . Playlists, Musik und Abo bleiben unverändert, es geht nur um die Art der Anmeldung . Wer seine E‑Mail nicht rechtzeitig prüft oder aktualisiert, kann sich ab September nicht mehr einloggen und muss den Support kontaktieren. Login‑Umstellung: Spotify schafft die Anmeldung per Benutzername ab, künftig funktioniert der Zugang nur noch über E‑Mai...

„Transformer": Amazon will mal wieder ein Handy bauen

Stellt euch kurz vor, ihr seid der Typ bei Amazon, der 2014 im Meeting saß und sagen musste: „Chefs, wir haben gerade 170 Millionen Dollar verbrannt und niemand hat das Ding gekauft." Das Fire Phone war kein Flop; es war ein sozusagen ein Totalschaden. Und jetzt, zwölf Jahre später, klopft Amazon wieder an die Tür des Smartphone-Markts. Mit Helm diesmal. Hoffentlich. Das Trauma von 2014: Eine kurze Erinnerung Zur Einordnung: Jeff Bezos persönlich hat 2014 das Fire Phone auf die Welt losgelassen: Inklusive 3D-Display-Trickserei und einer Kamera, die Gegenstände identifizieren sollte. Niemand wollte das. Fire OS hatte kaum Apps, die Kamera fraß den Akku leer und verursachte Überhitzung. Nach 14 Monaten war der Drops gelutscht – 170 Millionen Dollar Abschreibung inklusive. Jeff Bezos hat damals öffentlich gesagt, ein einziger großer Erfolg gleicht viele Fehlschläge aus. Klingt mutig. Klingt aber auch nach jemandem, der gerade sehr viel Geld verloren hat und eine schöne Erklärung d...

HIER IST DAS ENDE: Ein Hoch auf deine Ausdauer!

Respekt! Dass du dich bis hierhin durch die alten Beiträge gescrollt hast, zeigt entweder, dass du extrem hartnäckig bist, oder dass ich in der Vergangenheit tatsächlich ein paar lesenswerte Dinge geschrieben habe. :) Leider muss ich hier an dieser Stelle ein kleines technisches Geständnis machen: Mein digitaler Speicher reicht zwar für viele News, aber für das unendliche Scrollen durch die gesamte Vergangenheit fehlen meinem Blog aktuell die Kapazitäten. Hier ist also erst einmal Endstation für den automatischen Feed. 

Microsoft: Windows 11 nun mit weniger KI und einer besseren Taskleiste

Microsoft hat angekündigt, Windows 11 grundlegend umzuändern. Und das Merkwürdige daran: Es klingt tatsächlich vernünftig. Fangen wir mit der Taskleiste an Seit Windows 11 im Herbst 2021 erschienen ist, gehört die Frage, warum man die Taskleiste nicht mehr verschieben kann, zu den meistdiskutierten Nutzerbeschwerden überhaupt. In Foren, in Kommentarspalten, in jedem zweiten Tech-Podcast. Die Funktion war jahrelang da, selbstverständlich da, und dann hat Microsoft sie einfach gestrichen. Die offizielle Begründung damals war sinngemäß: nicht wichtig genug. Zu wenige Nutzer würden das wirklich brauchen. Windows Chef Pavan Davuluri hat jetzt offiziell angekündigt, genau das zurückzubringen. Oben, links, rechts : Wie früher halt. Wie es sich gehört. Wie es vier Jahre lang nicht ging, obwohl es vorher ging. Vier Jahre. Für eine Funktion, die schon da war. Ich will das nicht übertreiben: Es ist eine Taskleiste, keine Frage von welthistorischer Bedeutung. Aber es ist symptomatisch für etwas, d...