Mentale Gesundheit: Jedes vierte Kind ist am Limit
Jeder vierte Schüler und Schülerin (25 %) zeigt mittlerweile psychische Auffälligkeiten. Vor zwei Jahren waren es noch 21 %: Der Trend geht also in die völlig falsche Richtung. Besonders bitter: Wenn das Geld zu Hause knapp ist, steigt die Quote sogar auf 31 %. Der Leistungsdruck frisst die Freizeit auf; fast die Hälfte der Befragten gibt an, dass das Wochenende eigentlich nur noch aus Lernen besteht. Wo bleibt da bitteschön das Leben?
Mobbing als Dauerzustand: Der Schulweg macht Angst
Für viel zu viele ist die Schule kein sicherer Ort, sondern Stress pur. Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen wird mindestens einmal im Monat schikaniert und gemobbt. Mit 14 Jahren ist es am schlimmsten: Da erwischt es fast 40 %. Ein kleiner Lichtblick: Immerhin wissen mittlerweile vier von fünf Schülern, wo sie Hilfe finden können. Die Aufklärung scheint also langsam zu funktionieren, auch wenn das eigentliche Problem viel tiefer sitzt.
Der Wunsch nach echter Mitbestimmung
Die Schule wird von vielen Schülern als "fremd" wahrgenommen. Drei Viertel der Schüler wünschen sich mehr Mitsprache bei den Themen oder Prüfungsformaten, fühlen sich aber komplett ignoriert. Sogar die Schülervertretung (SV) wird von fast der Hälfte als zahnloser Tiger wahrgenommen. Dabei sagt die Studie klipp und klar: Wer mitentscheiden darf, dem geht es psychisch besser. Eigentlich logisch.
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Wichtig: Du bist nicht allein! Wenn dir gerade alles über den Kopf wächst oder du jemanden zum Reden brauchst, gibt es Stellen, die anonym und kostenlos für dich da sind. Du musst da nicht alleine durch:
Nummer gegen Kummer: 116 111 (Mo–Sa, 14–20 Uhr)
Telefonseelsorge: 0800 111 0111 (rund um die Uhr erreichbar)
U25-Deutschland: Online Beratung von Jugendlichen für Jugendliche(u25-deutschland.de)
Schulpsychologen: Überprüfe mal das Schwarze Brett an deiner Schule oder frag vertrauenswürdige Lehrer.
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